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Augsburger Hotelturm

06.01.2013

Väter der Wahrzeichen

Großprojekte der Siebziger

So ändern sich die Zeiten.

In den siebziger Jahren prägten einflussreiche Augsburger Familien und Patriarchen die Entwicklung der Stadt. Otto Schnitzenbaumer, der jetzt im Alter von 90 Jahren starb, war einer von ihnen, wie auch der Textilunternehmer Hans Glöggler, nach dem das Hochhaus am Alten Postweg benannt war (heute das Bürocenter an der Messe). Sie strebten nach Großem und noch Größerem und verbanden dies mit spektakulären Gebäuden in ihrer Stadt. Kritisch betrachtet, war es die Zeit der Gigantomanie, in der auch das Schwabencenter mit seinen drei Hochhäusern an der Friedberger Straße entstand.

Für Glöggler und Schnitzenbaumer endete der Himmelssturm mit dramatischen Abstürzen, deren negative Folgen viele Menschen betrafen. Die Zeit der Patriarchen ist vorbei, Augsburg büßte die meisten der früheren Konzernsitze ein, die Manager an den Spitzen der großen Unternehmen haben in der Regel keine Augsburger Familiengeschichte mehr. Dies bleibt nicht ohne Folgen, wie die eine und andere firmenpolitische Entscheidung gezeigt hat. Wenn sich Entscheidungsträger der Wirtschaft ihrer Stadt verpflichtet fühlen, ist es für deren Entwicklung eher von Vorteil. Es müssen ja nicht immer Himmelsstürmer sein, die für Augsburg ans Werk gehen.

Väter der Wahrzeichen
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Der Erbauer des Augsburger Hotelturms ist tot
Bild: Fred Schöllhorn
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