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Spektakel

28.02.2018

Veranstalter des Bürgerfestes am Roten Tor sind zuversichtlich

Die historischen Feste in Augsburg stehen auf der Kippe. Nächste Woche treffen sich die Ausrichter mit der Stadt.
Bild: Michael Hochgemuth (Archiv)

Nächste Woche treffen sich die Ausrichter mit der Stadt. Was die bisherige Organisatorin sagt.

Wie geht es weiter mit den historischen Festen in der Stadt? In diesem Jahr wird das Fest am Wertachbrucker Tor aller Wahrscheinlichkeit nach nicht stattfinden. Aktuell befasst sich keiner der möglichen Ausrichter damit, eine Neuauflage zu organisieren. Weder der Stadtmauerverein, der das Fest 2016 veranstaltete, noch die Interessengemeinschaft (IG) Historisches Augsburg, die 2014 zuständig war.

Erst soll diskutiert werden, wie es mit diesen Festen in Augsburg weitergehen kann. Kommende Woche werden sich dazu Verantwortliche der IG mit Vertretern der Stadt treffen, um auszuloten, wie sich solche Veranstaltungen künftig organisieren lassen. Dabei geht es auch um das Bürgerfest in den Rote-Torwall-Anlagen, das es zuletzt 2017 gab. Es hatte, wie auch das Fest am Wertachbrucker Tor, mit einem deutlichen Minus abgeschlossen.

Ursula Stingl aus dem Vorstand der Interessengemeinschaft zeigt sich nun zuversichtlich, dass das Bürgerfest 2019 wieder stattfinden wird. Es müsse nur geklärt werden, wie. „Darum haben wir das Gespräch mit der Stadt.“ Das Konzept müsse neu überdacht werden, man brauche neue Ideen und müsse mit vielen Menschen reden.

Verschärfte Auflagen verteuern das Fest

Ein Grund dafür, dass Organisatoren historischer Feste zuletzt Schwierigkeiten hatten, schwarze Zahlen zu schreiben, sind nach Informationen unserer Zeitung auch erhöhte Sicherheitsauflagen und die Kosten dafür. So hatte das Ordnungsamt 2016 nach den Attentaten in Nizza und Ansbach die Auflagen verschärft. 2017 kam im Falle des Bürgerfestes am Roten Tor ein weiterer Faktor hinzu: das miese Wetter. Es gab vier Regentage, es kamen weniger Besucher als erwartet. Eigentlich, sagt Stingl, habe man solide kalkuliert und sei logistisch gut von der Stadt unterstützt worden. Wenn es im August aber derart viel regne, könne man nicht viel tun.

Ob es sinnvoll wäre, dass künftig nur noch alle zwei Jahre ein historisches Fest veranstaltet wird, statt wie zuletzt jährlich eines? Das sei eine Option, sagt Stingl. Es sei alles offen. Offen ist auch, wer künftig das Fest am Wertachbrucker Tor organisieren würde, im Fall, dass es weiter existiert. Hintergrund ist offenbar ein Streit zwischen der IG und dem Stadtmauerverein.

Das Spektakel endete mit einem Minus

2014 beantragten beide Organisationen, das Gelände zur Festzone machen zu dürfen. Den Zuschlag der Stadt erhielt die IG. 2016 einigte man sich, dass der Stadtmauerverein das Fest organisierte. 2017 kündigte die IG diese Vereinbarung jedoch auf, so Stingl. Es habe „bestimmte Gründe“ gegeben, darunter finanzielle. Nach Informationen unserer Zeitung sah die Vereinbarung der Vereine vor, dass der Stadtmauerverein der Interessengemeinschaft im Erfolgsfall 6000 Euro zahlt. Da das Fest am Wertachbrucker Tor mit einem Minus endete, zahlte der Stadtmauerverein nicht. Für die IG offenbar ein Grund, den Kompromiss aufzuheben. Wie es in dem Fall weitergeht, ist unklar.

Stingl, bislang treibende Kraft hinter dem Bürgerfest am Roten Tor, will künftig als Organisatorin nicht mehr weitermachen. Das Fest hatte nach Auskunft der Veranstalter 2017 gut 20000 Besucher, jenes am Wertachbrucker Tor nach Angaben des Stadtmauervereins rund 30000.

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