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21.03.2009

Vergleich rückt in weite Ferne

Ein gütlicher Vergleich zwischen der Stadt Augsburg und dem früheren Vorstandsvorsitzenden der Augsburg AG, Gerhard Leypoldt, rückt in weite Ferne. Vielmehr deutet vieles darauf hin, dass die Auseinandersetzung irgendwann vor Gericht ausgetragen wird. Politische Entscheidungen sind dazu aber noch nicht gefallen. In der nicht öffentlichen Sitzung des Aufsichtsrats der Augsburg GmbH, Nachfolgerin der Augsburg AG, wurde das Thema kurz angeschnitten.

von Thomas Faulhaber und Michael Hörmann

Aus gut informierten Kreisen heißt es, dass Leypoldt sich mittlerweile mit einer Vergleichssumme von 130 000 Euro zufrieden zeigen würde. Zu Jahresbeginn waren es noch 162 500 Euro, wird behauptet. Dieser Vergleich schien eigentlich schon eingetütet. Er wurde dann aber gestoppt, weil Leypoldt einen Haftungsausschluss verlangt haben soll. Diesen wiederum wollte die Stadt nicht akzeptieren.

Zwischenzeitlich hat sich die Position der Stadt geändert. Sie argumentiert, dass es sich bei den früheren Verträgen, die mit Leypoldt geschlossen wurden, um "schwebend unwirksame Verträge" handle. Insofern könnte es die Stadt auch auf eine Auseinandersetzung vor Gericht ankommen lassen.

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Leypoldt, der jetzt in Bangkok lebt und arbeitet, hat bei seinem Abschied von der Augsburg AG einen Beratervertrag abgeschlossen, der bis 31. Dezember 2010 läuft. Zudem gibt es Zahlungen für ein in Bangkok eingerichtetes Büro.

Rechtsstreit droht auch mit Ex-Vorstand Rölle

Eine juristische Auseinandersetzung wird es wohl auch zwischen Stadt und Michael Rölle, dem früheren Vorstand der Augsburg AG, geben. Rölle ist freigestellt worden, weil er einen Vertrag zu deutlich reduziertem Gehalt nicht akzeptieren wollte. Rölle soll bei der AG einen hohen sechsstelligen Betrag im Jahr erhalten haben. Wirtschaftsreferent Andreas Bubmann bestätigt, dass über die Person Rölle diskutiert wurde. Es gab aber noch keine Entscheidungen. "Die Sache ist noch unentschieden. Es deutet sich aber an, dass kein Vergleich möglich sein wird", heißt es.

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