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Sonnenfinsternis 2015

19.03.2015

Vergriffen: In Augsburg gibt es keine SoFi-Brillen mehr

Sonnenfinsternis 2015: Der Ansturm auf die Optiker ist so groß, dass sie bereits an der Tür darauf hinweisen, dass Schutzbrillen ausverkauft sind.
Bild: Christina Heller

Die Augsburger Firmen sehen die Diskussion um einen möglichen Energieausfall gelassen. Für Schaulustige gilt: Schutzbrillen sind bereits ausverkauft. Gibt es für sie Alternativen?

Augsburg rüstet sich für die Sonnenfinsternis am morgigen Freitag. Um 9.30 Uhr wird die Sonne zu 68 Prozent vom Mond verdeckt, so Max Stumböck, Vorsitzender der Sternwarte Streitheim. Doch die Sonnenfinsternisbrillen, die man zur Beobachtung des Ereignisses benötigt, sind überall vergriffen. Optiker betonen: Wer die Sonne beobachtet, muss unbedingt eine solche Brille tragen. Sie warnen vor alternativen Bastelanleitungen, die man im Internet finden kann.

In vielen Schulen wird die „Sofi“ Unterrichtsthema und Eltern versuchen, in der letzten Minute eine Brille zu ergattern. Sie sollten auf jeden Fall auf die von Optikern geprüften Modelle zurückgreifen, raten Experten. Denn die Augen von Kindern sind noch anfälliger als die von Erwachsenen, sodass es zu Netzhautschäden kommen kann. Schülern ohne Brille wollen viele Schulen die Beobachtung des Naturereignisses nicht erlauben.

Sonnenfinsternis 2015: Die Stadtwerke betonen, gut gerüstet zu sein

Wenn man keine Brille bekommen konnte, besteht die Möglichkeit, zu den Sternwarten Diedorf, Violau und Streitheim zu gehen. Dort sind ausreichend Brillen vorhanden, der Eintritt ist kostenlos und Fachleute können Informationen zur Sonnenfinsternis liefern. Viel diskutiert wird im Zusammenhang mit der Sonnenfinsternis auch ein möglicher Stromausfall. Man werde die Situation aufmerksam begleiten, heißt es bei der Lechwerke AG. Die Netzstelle in Augsburg wird am Freitag personell verstärkt und man stehe in engem Kontakt mit dem Übertragungsnetzbetreiber Amprion. Dieser reguliert die überregionale Versorgung und könne notfalls Energiereserven an Kraftwerken abziehen oder einspeisen. Auch die Stadtwerke betonen, gut gerüstet zu sein.

Großunternehmen sehen das Thema ebenfalls gelassen. Der Flugzeugbauer Premium Aerotec zum Beispiel hat im Vorfeld keine Maßnahmen zur Vorsorge ergriffen. Das Klinikum Augsburg ist unabhängig von der Sonnenfinsternis und ihren Folgen immer mit Notstromaggregaten und zusätzlichen Batterieanlagen auf einen Stromausfall vorbereitet. Die Anlagen schalten sich im Notfall automatisch zu.

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