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Augsburg

02.11.2017

Verletzte Polizisten: Stadt verstärkt Sicherheitsvorkehrungen in Sozialamt

Die Polizei beim Einsatz am Montag im Sozialamt.
Bild: AZ

Ein Paar rastete am Montag im Sozialamt in Augsburg aus und verletzte Polizisten. Wie solche Übergriffe vermieden werden sollen.

Nach dem Ausraster eines nigerianisches Paares im Sozialamt am Montag will die Stadt die Sicherheitsvorkehrungen in der Behörde verstärken. Wie berichtet, war das Ehepaar gegenüber einer Mitarbeiterin des Amtes rabiat geworden, später leistete es massiven Widerstand gegen die Polizei. Drei Beamte wurden verletzt, sie sind bis auf Weiteres dienstunfähig.

"Der Vorfall war in seiner Intensität bisher einmalig. Die Stadt wird alles daran setzen dass er sich so nicht wiederholt", sagte Stadtsprecher Richard Goerlich am Dienstag. Oberbürgermeister Kurt Gribl ließ gleich nach dem Vorfall die Situation vor Ort überprüfen und suchte das Gespräch mit den rund 100 Mitarbeitern sowie der Polizei. Nun soll gehandelt werden.

Durch eine Schalterwand getrennt

Ein Teil der Angestellten im Sozialamt ist durch eine Schalterwand von den Besuchern getrennt. Andere haben direkten Kontakt zu den Kunden, die sie größtenteils in Einzelbüros empfangen. Die Arbeit der Mitarbeiter ist nicht einfach: Oft müssen sie Anweisungen treffen, die über die Existenz von Menschen entscheiden. Um die Sicherheitslage zu verbessern, soll künftig ein Wachmann vor der Stadtmetzg, in der das Sozialamt untergebracht ist, postiert werden. Mit Taschenkontrollen soll er laut Goerlich für Sicherheit "und einen gewissen Abschreckungseffekt" sorgen. Der Wachmann wird auch durch die Räume gehen und so das Sicherheitsgefühl der Mitarbeiter erhöhen. Die Maßnahme greift vorerst für drei Monate. Danach wird geprüft, wie effektiv sie war.

Die Sicherheitsvorkehrungen im Amt für soziale Leistungen werden nach einem Vorfall verschärft.
Bild: Silvio Wyszengrad

Die Stadt will in der Zwischenzeit gemeinsam mit der Polizei ein Sicherheitskonzept für das Amt für soziale Leistungen erarbeiten. "Denkbar sind zum Beispiel Alarmknöpfe in den Büros, mit denen die benachbarten Kollegen bei einem Eskalationsfall zu Hilfe gerufen werden können", sagt Goerlich. Auch die Besetzung der Pförtnerloge wird geprüft. Die Mitarbeiter werden von der Polizei "gecoacht". Das bedeutet: Sie bekommen Tipps und Hilfestellungen, um in schwierigen Situationen richtig reagieren zu können. Oberbürgermeister Kurt Gribl will diese Maßnahmen so schnell wie möglich einleiten: "Wir haben eine Fürsorgeverpflichtung gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihre Sicherheit hat höchste Priorität." Das Sozialamt soll zwar auch künftig ein offenes Haus sein. "Die Sicherheitsmaßnahmen und das Sicherheitsbewusstsein hinter den Kulissen werden aber nicht mehr dieselben sein", heißt es aus der Verwaltung.

Den Vorfall gut verarbeitet

Die Mitarbeiterin, die am Montag direkt von den Angriffen des nigerianischen Ehepaars betroffen war, hat den Vorfall laut Goerlich gut verarbeitet. Sie arbeitet seit fast 20 Jahren in diesem Bereich. "Wir sind dankbar, dass sie und die Kollegen so professionell und sachgerecht reagiert haben", betont der Stadtsprecher. Oberbürgermeister Kurt Gribl bedankte sich noch am Montag bei ihnen und den Polizeibeamten für den "besonnenen Einsatz".

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Die Diskussion ist geschlossen.

03.11.2017

Diese Veränderungen nach nur einem Vorfall?

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Einzelfall oder Tropfen zum Überlauf?

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03.11.2017

Was wollen Sie jetzt damit schon wieder provozieren?

Es ist doch nicht das erste Mal, dass auf Sozialämter und insbesondere Jobcenter die Mitarbeiter bedroht werden.

Allerdings sind es selten Flüchtlinge, die Ärger machen.

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04.11.2017

Wer provoziert hier was?

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https://www.derwesten.de/staedte/essen/randale-im-essener-sozialamt-panzerglas-schuetzt-bald-mitarbeiter-id12002407.html

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Sicherheit im Amt sei seit dem drastischen Anstieg der Flüchtlingszahlen ein Dauerthema.

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https://www.wp.de/staedte/siegerland/netphener-sozialamt-ist-jetzt-ein-sicherheitstrakt-id210543827.html

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Entsetzen über Serie von Angriffen auf Bedienstete der Netphener Stadtverwaltung. Massiver Polizeieinsatz nach Eskalation bei einer Festnahme.

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Die verschärften Sicherheitsmaßnahmen stehen landesweit in klarem zeitlichem Zusammenhang mit der sog. Flüchtlingskrise.

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Es bleibt rätselhaft, warum Sie vor Ihren Behauptungen nicht einfach mal eine Suchmaschine nutzen.

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04.11.2017

Es bleibt rätselhaft, warum Sie vor Ihren Behauptungen nicht einfach mal eine Suchmaschine nutzen.

Es kommt drauf an, wie man die nutzt. Sie sind damit ständig auf der Suche nach einzelnen Vorkommnissen, die sich für Ihre primitive undifferenzierte rechtsbraune Hetze gegen Ausländer verwenden lassen. Dabei ist Gewalt und Randale in Sozialämtern und Job-Centern eigentlich ein alter Hut, da sie leider schon vor Beginn der Flüchtlingsproblematik nahezu an der Tagesordnung war. Die Entrüstung darüber hielt sich damals jedoch in Grenzen.

http://www.focus.de/politik/deutschland/drohungen-beleidigungen-angriffe-jobcenter-mitarbeiter-fuerchten-um-ihr-leben_id_6509188.html

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03.11.2017

Das sind keine Einzelfälle und der Überlauf ist im Gange.

https://www.express.de/koeln/im-zug-nach-koeln-vater-schlaegt-sohn--3--und-nimmt-anschliessend-wache-auseinander-28742456

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03.11.2017

Stimmt. Die sind keine Einzelfälle. Solche Vorfälle sind der "modernen Zeit" (Mainstream) geschuldet. Dabei geht es hierbei nicht nur um ein spezielles Amt oder eine spezielle Personengruppe.

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