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Augsburg

06.03.2019

Verwirrende Ampel an der Eichleitner Straße

Alle 60 Sekunden schaltet diese Ampel auf Rot, auch wenn keine Fußgänger in der Nähe sind.
Bild: Annette Zoepf

Eine Anlage, die scheinbar willkürlich auf Rot schaltet, irritiert die Fußgänger. Was sich das Tiefbauamt dabei gedacht hat

Nicht genug, dass die Augsburger Autofahrer vielerorts mit der roten Welle zu kämpfen haben. Jetzt stellt die Stadt offenbar auch noch mitten auf der Straße Ampeln auf, die unvermittelt und ohne ersichtlichen Grund auf Rot schalten. So geschehen in der viel befahrenen Eichleitnerstraße, worauf unser Leser Helmut Breuer hinwies. An einer anderen Stelle würde er sich dagegen selbst eine Ampel wünschen, nämlich an der Einmündung der Brückenstraße in die Berliner Allee.

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Die Ampel in der Eichleitnerstraße befindet sich in Höhe von Hausnummer 8 zwischen der Peter-Dörfler-Straße und den Auffahrten auf die B17. Sie scheint eine reine Fußgängerampel zu sein, da dort keine Einmündung oder Kreuzung in der Nähe ist. Aber sie schaltet nicht nur auf Rot, wenn ein Fußgänger die Straße überqueren will, sondern regelmäßig etwa alle 60 Sekunden. Die Folge: Autos stauen sich zu beiden Seiten der Ampel, was nach Ansicht von Breuer überhaupt nicht sein müsste.

Ampel soll für Entlastung sorgen

Doch auch wenn man den Sinn dieser Ampel nicht auf den ersten Blick erkennt – die Stadt hat sich nach Auskunft aus dem Baureferat etwas dabei gedacht. Demnach geht es um die Einmündung der Unterfeldstraße, die vom Servatiusstift entlang der Bahnlinie zur Eichleitnerstraße führt. Man kann dort direkt nicht leicht eine Ampel einrichten, weil auf der anderen Seite etwas versetzt die Edisonstraße einmündet; für beide müsste man jeweils eine Ampelphase schaffen, was die Eichleitnerstraße aber stark belasten würde. Es könnte sogar zu Rückstaus auf der B 17 kommen.

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Daher wurde versucht, durch die neue Ampel Entlastung zu bringen, sodass Autos leichter aus der Unterfeldstraße einbiegen können. Das Baureferat gibt jedoch zu, dass diese Regelung keinen Erfolg hat. Der Bauausschuss hat kürzlich darüber beraten und nun doch eine Ampel direkt an der Unterfeldstraße beschlossen. Wenn diese Anlage besteht, wird nach Aussage der Stadt die von Breuer kritisierte Fußgängerampel wieder abgebaut.

Ähnliche Gegebenheiten auch an der Brückenstraße

Ein ähnliches Problem wie bei der Unterfeldstraße besteht bei der Brückenstraße südlich des Papierherstellers UPM (ehemals Haindl). Unser Leser würde dort eine Ampel viel sinnvoller finden, denn im Berufsverkehr kann man dort kaum in die Berliner Allee einbiegen. Hier hat das Baureferat eine gute Nachricht: Die Berliner Allee wird in den nächsten Jahren saniert. Unter anderem werden die Fahrbahn erneuert, die Brücke über den Hanrei- und den Proviantbach ausgebessert und ein neuer Radweg geschaffen. Dabei wird dann auch die gewünschte Ampel an der Brückenstraße aufgestellt. In diesem Jahr beginnt die Planung.

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