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Augsburg

09.01.2019

Verwirrung um Anfahrt zum Theater im Ofenhaus

Das Ofenhaus am Gaswerkgelände in Oberhausen öffnet am Samstag seine Tore als neue Ausweichspielstätte fürs Staatstheater Augsburg.
Bild: Silvio Wyszengrad

Auf den Fahrplänen der Stadtwerke fährt die Buslinie 21 abends und an Wochenenden nicht zum Gaswerk. Aber stimmt das?

Am Samstag wird das Ofenhaus als neue Spielstätte des Staatstheaters Augsburg eröffnet. Im Vorfeld melden sich aber schon verunsicherte Theaterbesucher mit einer dringenden Frage: Wie wird die neue Ausweichspielstätte in Oberhausen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein? Verwirrung herrscht vor allem über die Fahrplanauskunft der Stadtwerke. Danach ist die einzige reguläre Nahverkehrslinie zum Gaswerk die Buslinie 21. Sie hält dort aber nicht immer.

Verwirrung um Anfahrt zum Theater im Ofenhaus
17 Bilder
Theater: Fotos von der Ausweichspielstätte am Gaswerkgelände
Bild: Silvio Wyszengrad

Verwirrt sind vor allem Theaterfans, die sich die Fahrplan-Faltpläne der Stadtwerke und auch die Online-Fahrplanauskunft näher angeschaut haben. Denn unter der Woche abends und an Wochenenden fährt der 21er-Bus laut offiziellem Fahrplan an der Haltestelle Gaswerk vorbei. Also genau dann, wenn viele Theateraufführungen stattfinden. Die Fußstrecke von der Verbindungshaltestelle Bärenwirt zum Gaswerk wird mit 1,2 Kilometern angegeben.

Wie Theaterbesucher zum Ofenhaus kommen

Was machen also Theaterbesucher, wenn sie mit dem öffentlichen Nahverkehr zum Ofenhaus fahren wollen? Laut Stadtwerke-Sprecher Jürgen Fergg wird für eine Anbindung gesorgt. Nach seinen Angaben soll der Bus der Linie 21 zu den Theatervorstellungen im Ofenhaus immer die Schleife übers Gaswerk fahren – auch wenn die Informationen in den Fahrplänen anders lauten. Wie man diese Anbindung den Fahrgästen kommunizieren werde, sei derzeit noch nicht geklärt. Denkbar seien Aushänge an den Haltestellen oder ein entsprechender Aufdruck auf den Theatertickets.


Warum fährt der 21er nicht immer zum Gaswerk? Dafür gebe es Gründe, sagt Fergg. „Bisher war im Gaswerk noch nichts los. Abends, an Wochenenden oder Feiertagen haben auch die Firmen oder das Jobcenter in der Umgebung geschlossen.“ Daher gebe es zu diesen Zeiten bisher keine Nachfrage. Auf Wunsch der Fahrgäste aus dem Bärenkeller fahre die Linie 21 dann nicht die Schleife, weil sich die Fahrzeit in Richtung Bärenkeller deutlich erhöhe. Bei Festivals sei die Linie bisher schon abends oder an Wochenenden übers Gaswerk gefahren. Das werde weiter so sein. „Wir werden die Anbindung entsprechend der Entwicklung am Gaswerk anpassen“, so Fergg; die Stadtwerke sind dort auch Hausherr.

Er nennt auch die zweite Möglichkeit, wie man mit den Öffentlichen zum Staatstheater im Ofenhaus kommt: den Busshuttle vom Oberhauser Bahnhof zum Gaswerk, der bei Theateraufführungen angeboten wird. Dieser sei eine schnelle Verbindung für Besucher. Im Einsatz seien zwei Kleinbusse, die ständig pendeln. Der Oberhauser Bahnhof sei mit Straßenbahn und Regionalzügen bestens zu erreichen, so Fergg. Einem Shuttleverkehr ohne Umsteigen ins Zentrum erteilt der Stadtwerke-Sprecher eine Absage: Ein Shuttle zwischen Königsplatz und Gaswerk nutze nur denjenigen, die am Königsplatz umsteigen.

Shuttle-Bus vom Oberhauser Bahnhof

Fakt ist, dass das Gaswerkgelände vorerst nicht immer mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen ist. Vom Oberhauser Bahnhof wird die Gehzeit zu Fuß mit 13 Minuten angegeben. Was bedeutet das für die neue Gastronomie im Ofenhaus? Voraussichtlich ab April will Betreiber Tobias Emminger das neue Restaurant die ganze Woche durchgehend öffnen. Auch ein Biergartenbetrieb draußen ist geplant. Fergg sagt, dass Nahverkehrsanbindungen entsprechend der Entwicklung des Gaswerks erweitert werden – „sei es durch die Bedienung mit der Linie 21 oder neue, flexible Konzepte“. Noch in diesem Jahr sollen am Gaswerk Stationen für Carsharing und für Leihfahrräder der Stadtwerke entstehen. Ein neues Parkhaus mit 350 Stellplätzen ist bereits fertig.

Für Autofahrer ist das Gaswerk an der August-Wessels-Straße auch nicht so leicht zu finden. Wann kommt eine Beschilderung an allen Zufahrtsstraßen? „Das ist ein ganz wichtiger Punkt, an dem wir arbeiten“, sagt Fergg. Derzeit werde ein Konzept für Beschilderungen entwickelt – nicht nur für Autos, sondern vor allem auch für Fahrräder und Fußgänger. Die Beschilderung solle mit zuständigen Ämtern abgestimmt und möglichst rasch umgesetzt werden, kündigt der Sprecher der Stadtwerke an.

Lesen sie dazu den Kommentar: Gute Information geht anders

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