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Dänemark schließt Grenzen für deutsche Urlauber

Brasspur

31.03.2015

Very british

Bläser mit waghalsigen Arrangements

Welche Melodien kommen einem in den Sinn, wenn man an England denkt? Vielleicht John Barrys „James Bond Theme“, Edward Elgars „Pomp & Circumstance“ oder Felix Mendelssohn Bartholdys „A Midsummer Night’s Dream“? Diese und viele weitere Stücke einte das Konzert des Blechbläserquintetts Brasspur im Bürgersaal Stadtbergen in seinem Programm „Pomp & Circumstance“, das die Besucher facettenreich unterhielt.

Von jeher gelten die fünf Blechbläser als Garanten für Genre-überschreitende Repertoires, die Mögliches und Unmögliches gleichermaßen bedienen. So stürzen sich die fünf Herren, die sich kaum bis gar nicht um Original-Literatur für ihre Besetzung interessieren, auf waghalsige Arrangements. Das funktionierte bestens bei Georg Friedrich Händels „La Réjouissance“ aus „Music for the Royal Fireworks“, bei Thomas Augustines „Rule Britannia“ und selbst bei Wolfgang Amadé Mozarts „Kleiner Nachtmusik“. Auch im populären Bereich trugen die Neu-Interpretationen für Blechbläser reife Früchte, besonders eindrücklich beim „Can’t Buy Me Love“ der Beatles, das zu einem mitreißenden Bigband-Swing mutierte. Auch Duke Ellingtons „Take The A Train“ und Carson Parks „Somethin’ Stupid“ schmiegten sich harmonisch ein ins blechblasende Universum von Harald Bschorr (Posaune), Bastian Lohnert (Trompeten, Flügelhorn), Florian Mayrhofer (Tuba), Stefan Wiedemann (Trompeten) und den bulgarischen Neuzugang Evgenyi Trambev (Horn).

Wenig überzeugend wirkten aber Stücke aus der britischen Pop-Geschichte wie „Yesterday“ der Beatles und nahezu blasphemisch auch der Versuch, die „Bohemian Rhapsody“ von Queen für fünf Bläser zu arrangieren. So anspruchsvoll diese Neuvertonung auch gesetzt war, sie funktionierte nicht, trat Freddy Mercurys Glanz und Gloria mit Füßen. (eric)

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