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Augsburg

24.01.2015

Videoüberwachung: Hier werden Sie in Augsburg gefilmt

Videoüberwachung ist in Deutschland immer noch umstritten. In München gibt es fast 10.000 Kameras, im Augsburger Stadtgebiet dagegen nur wenig Videoüberwachung.
Bild: Marc Tirl (dpa)

Das Thema Videoüberwachung ist umstritten. In München gibt es über 9200 Kameras, in Augsburg dagegen nur wenige. Wir verraten, wo sie gefilmt werden.

In Deutschland ist es ein schwieriges Thema. Anders als etwa in Großbritannien, wo die Videoüberwachung "CCTV" an fast jedem öffentlichen Platz eingesetzt wird, sind Kameras hierzulande immer noch umstritten. In München wurden zuletzt 9200 Kameras im öffentlichen Bereich des Stadtgebiets gezählt. Ausgiebig überwacht werden zum Beispiel der Marienplatz oder der Stachus.

In Augsburg hingegen gibt es nur wenig Videoüberwachung. Die Stadtverwaltung setzt derzeit nach eigenen Angaben an nur drei Orten Kameras ein: auf dem Betriebsgelände des Klärwerks, den Bereich um das Eisstadion und am Naturmuseum.

Wenig Sicherheitskameras im Augsburger Stadtgebiet

"Beim Klärwerk dienen die Kameras der Kontrolle und dem Umweltschutz, damit wir es nachvollziehen können, wenn mit der Entsorgung etwas schief geht", erklärt Anton Hauns, Datenschutzbeautragte der Stadt Augsburg. "Beim Eisstadion ist es so, dass dort ein verhältnismäßig unfallträchtiger Sport getrieben wird. Deshalb beobachtet der Eismeister das Geschehen und kann im Notfall handeln." Aufgezeichnet werden die Aufnahmen der Überwachungskameras im Eisstadion aber nicht.

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Genau umgekehrt ist es beim Augsburger Naturmuseum, wo mit den Kameras nur aufgezeichnet, aber nicht live überwacht wird. "Im Museum befinden sich freistehend recht teure Exponate, die geschützt werden" erklärt Hauns.

Im Innenraum öffentlicher Ämter und Behörden gibt es dagegen keine Kameras. "Bisher gibt es dafür keine Grundlage, da es kaum Zwischenfälle gab", sagt Hauns. Und auch auf die Videoüberwachung oder Aufzeichnung an öffentlichen Plätzen oder Straßen wird in Augsburg bisher verzichtet.

Videoaufzeichnung im Öffentlichen Nahverkehr ist normal

Ganz frei von Kameras ist der öffentliche Raum dann allerdings doch nicht. Sowohl den Bahnhöfen als auch im Nahverkehr gibt es welche. Laut Deutscher Bahn dienen die Geräte an den Bahnsteigen allerdings nicht der Überwachung, sondern werden für die Zugabfertigung benötigt. "Bilder werden dabei nicht aufgezeichnet", betont ein Sprecher der Bahn.

Der Pressesprecher der Stadtwerke Augsburg, Jürgen Fergg, sagt: "Bei uns gibt es Videoaufzeichnung in allen neueren Straßenbahnen und Bussen, das dürfte etwas mehr als die Hälfte aller eingesetzten Fahrzeuge sein." Die Aufnahmen der Kameras werden 48 Stunden nach der Aufnahme wieder gelöscht. Nur auf konkrete Anfragen und in bestimmten Fällen übergibt der AVV das Material an die Polizei.

Zur Sicherheit an den Haltestellen nutzt der AVV eine andere Sicherheitsvariante, erklärt der Pressesprecher: "An jedem Fahrkartenautomaten gibt es einen Notfallknopf. Wer diesen drückt, wird direkt mit der Polizei verbunden." Eine kleine Kamera im Automaten sendet dann Live-Aufzeichnungen.

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