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Videoüberwachung am Kö: Es ist einen Versuch wert

Kommentar Von Jörg Heinzle
22.11.2017

Die Polizei will den Königsplatz künftig mit Kameras beobachten. Zwischenfälle in den letzten Monaten haben das nötig gemacht. Ein Allheilmittel ist Videoüberwachung aber nicht.

Der Augsburger Königsplatz ist weit entfernt davon, eine sogenannte No-go-Area zu sein. Er ist kein Ort, den man meiden sollte, weil es dort zu gefährlich zugeht. Tausende von Passanten halten sich dort täglich völlig unbehelligt auf. Die Zwischenfälle, die es in diesem Jahr auf dem Platz gegeben hat, haben aber dennoch dafür gesorgt, dass das Sicherheitsgefühl bei den Menschen gelitten hat.

Meist stritten zwar die Menschen aus der Trinkerszene oder die jungen Migranten, die sich dort aufhalten, unter sich. Doch allzu oft richtete sich die Aggression auch gegen die Polizei. Und in Einzelfällen sogar gegen unbeteiligte Passanten, die von Angehörigen der Trinkerszene geohrfeigt oder vom Rad gestoßen worden sind.

Videoüberwachung am Kö auch kein Allheilmittel

Dass die Polizei nun auf dem Kö eine Videoüberwachung einrichten will, bedeutet nicht, dass die Situation dort völlig entgleist ist. Die Polizei hat bereits seit Monaten dazu beigetragen, genau das zu verhindern, indem sie stark Präsenz zeigt. Man muss die Videoüberwachung vielmehr als einen Baustein von mehreren sehen, um Straftaten zu verhindern und aufzuklären. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Die Überwachung des öffentlichen Raumes auf dem Kö ist kein dramatischer Eingriff in die Privatsphäre der Bürger. Wer sich hier aufhält, befindet sich ohnehin schon auf dem Präsentierteller. Ein Allheilmittel sind die Kameras aber auch nicht. Jeder Beamte, der dort steht, bewirkt noch immer deutlich mehr als modernste Videotechnik.

Wie die Videoüberwachung in der Praxis ablaufen soll: Hier zum Bericht.

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