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25.06.2009

Viel Gespür für Jugendliche und ihre Probleme

Pfersee/Kriegshaber Streetworker Markus Baier unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum von anderen Besuchern des Jugendhauses Linie 3 in Pfersee, außer dass er älter ist. Er hat ein Basecap auf, trägt ein schwarzes Hemd und eine dreiviertel lange Hose, genau wie einige Jugendliche. Seit kurzem arbeitet er als Streetworker in den Stadtteilen Pfersee und Kriegshaber.

Wer mit dem 27-jährigen Memminger spricht, merkt schnell, dass er seinen neuen Job mit viel Begeisterung und Enthusiasmus ausübt. Von einem "Traumjob" spricht er, weil die Aufgaben so vielfältig sind. "Man hat die direkte Gesprächssituation mit Jugendlichen, die Arbeit mit Gruppen, lernt verschiedene Cliquen und Szenen kennen und kommt mit Stadtteilvertretern wie beim CCKT zusammen." Zudem sei es ihm lieber, Jugendliche abends im Park aufzusuchen, als morgens um 8 Uhr ins Büro zu gehen.

Positiv überrascht

Auf die Idee, als Streetworker zu arbeiten, brachte ihn ein Ulmer Streetworker, den er auf einer Party kennenlernte. Damals studierte Markus Baier noch Soziale Arbeit an der Berufsakademie in Stuttgart. Bereits vor dem Studium absolvierte er ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). "Wir haben verhaltensauffällige Jugendliche mit Bewährungsstrafen betreut und ausgesucht, was für sie das Beste ist. Ob sie besser alleine leben oder in Wohngemeinschaften oder ob gar die Einweisung ins Gefängnis notwendig ist."

Viel Gespür für Jugendliche und ihre Probleme

In Augsburg sind seine Klienten zwar nicht kriminell, aber das Gespür für Jugendliche, das er sich im FSJ erwarb, hilft ihm auch als Streetworker. Von der Offenheit der Jugendlichen in Pfersee und Kriegshaber gegenüber seiner Tätigkeit ist er positiv überrascht. "Ich hatte mit mehr Ablehnung gerechnet. Schließlich braucht es eine längerfristige Beziehung und Vertrauensbasis, damit sich Menschen öffnen." Mit seiner Arbeit will er Jugendlichen helfen und zwischen ihnen und der Gesellschaft vermitteln. So beispielsweise, wo sich Jugendliche an öffentlichen Plätzen treffen und Anwohner gestört fühlen.

Etwas, was der Streetworker auch in Augsburg fortsetzen will, sind Sportaktivitäten. "Das kam immer gut an", erklärt Baier, der früher selber Baseball gespielt hat. Fest steht bereits, dass er sich am 3. Juli an einem Fußballtennisturnier an der Flandernstraße beteiligen wird. Zudem ist ein "School out Camping" zum Sommerferienbeginn geplant. Auf seine Aufgaben freut er sich. "Ich arbeite mit einem professionellen und motivierten Team zusammen, die Stadt gefällt mir und meine Freundin studiert auch hier."

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