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Wetter und Verkehr

04.01.2016

Viele Unfälle, A8-Sperrung - Wintereinbruch erwischt Region kalt

Zwischen Zusmarshausen und Adelsried blockierte ein Laser die Fahrbahn.
Bild: Andreas Lode

Der Winter gab ein Gastspiel - und löste mit Schnee und Eis in der Region Augsburg viele Unfälle aus. Mehrere Menschen wurden verletzt. Die A8 musste vier Stunden gesperrt werden.

Der plötzliche Wintereinbruch hat am Montagmorgen viele Menschen in der Region kalt erwischt. Auch wenn der Schnee gegen Mittag zum größten Teil wieder verschwunden war, kam es zu einigen Unfällen.

In der Stadt Augsburg war der Winterdienst erstmals voll im Einsatz – also 20 große Räum- und Streufahrzeuge auf den Hauptstraßen und 20 Kleinfahrzeuge auf den Geh- und Radwegen. Dazu waren 130 weitere Arbeitskräfte dort unterwegs, „wo man maschinell nicht hinkommt“, erklärte Alfons Stegmann, Teamleiter Straßenreinigung und Winterdienst beim Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb. In den zwei Monaten zuvor gab es zwar bereits 14 Einsätze, da mussten die Mitarbeiter aber nur auf einzelnen Straßen oder Brücken Salz streuen.

„Dieses Mal haben wir so viel wie im ganzen bisherigen Winter gebraucht“, sagt Stegmann. Die extra eingestellten Saisonkräfte hatten dennoch in den vergangenen Wochen genug zu tun. Sie nutzen die schneefreie Zeit, um die Grünstreifen neben den Straßen zu reinigen und Laub zu entfernen. Das Stammpersonal baute Überstunden ab, teilweise noch von Einsätzen im vergangenen Winter.

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Auch wenn die Mitarbeiter am Montag ab halb fünf im Einsatz waren, sorgten Schneefall und Glätte in der Stadt für Verkehrsbehinderungen. Am Kreisverkehr bei der B-17-Anschlussstelle Pfersee/Leitershofen rutschte etwa um 8 Uhr ein Gelenkbus der Stadtwerke mit dem Heck von der Straße und krachte gegen ein Verkehrsschild.

Wintereinbruch: A8 stundenlang gesperrt

Dabei ging eine Scheibe zu Bruch. Auf der Hugo-Eckener-Straße im Univiertel landete ein Auto auf den Gleisen der Straßenbahn. Laut Thomas Hosemann von den Stadtwerken fiel der Betrieb der Linie 3 zwischen 8.05 und 8.40 Uhr in beiden Richtungen aus. Und: „Ansonsten gab es noch ein paar kleinere Verspätungen aufgrund der Wetterlage.“

Im Landkreis Augsburg stellte der Wintereinbruch viele Berufspendler auf die Geduldsprobe. Wie die Autobahnpolizei Gersthofen mitteilte, ereigneten sich in den Morgenstunden insgesamt zehn Unfälle. Dabei wurde eine Person leicht verletzt.

Am meisten Arbeit hatten die Polizisten auf der A 8 zwischen Adelsried und Zusmarshausen in Richtung München zu tun: Dort war um kurz vor 6 Uhr morgens ein portugiesischer Laster samt Anhänger wegen nicht angepasster Geschwindigkeit in den Graben gefahren. Hier war die Autobahn teilweise komplett gesperrt, der Rückstau reichte bis weit in den Landkreis Günzburg hinein, auch die Ausweichrouten im Landkreis Augsburg waren blockiert. Die Bergung dauerte insgesamt vier Stunden, erst in den Mittagsstunden war die Straße wieder frei befahrbar.

Der Sachschaden alleine bei diesem Unfall liegt bei 100.000 Euro, verletzt wurde niemand. Auch die Anschlussstelle Adelsried war zwischenzeitlich gesperrt: Wegen des Rückstaus mussten mehrere Laster in einem Kreisverkehr halten und blieben danach stecken.

Viele Verletzte bei Schnee und Eis

Auch außerhalb der Autobahn bereitete der Schnee einigen Autofahrern Probleme: Auf der B 2 bei Langweid in südlicher Richtung kam gegen 8 Uhr eine 36-Jährige beim Fahrstreifenwechsel ins Schleudern und verlor die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Nach mehreren Drehungen knallte sie in die Mittelleitplanke und kam auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. Ihr Auto wurde dabei im Frontbereich erheblich beschädigt, der Schaden liegt bei 6500 Euro. Rund zwei Stunden früher kam ein 61-Jähriger mit seinem Ford auf der B 2 in nördlicher Fahrtrichtung auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Rutschen und prallte gegen die Leitplanke. Auch er blieb unverletzt, der Unfallschaden liegt bei 5000 Euro.

In Schwabmünchen und Bobingen meldete die Polizei keine besonderen Vorfälle. Im Wittelsbacher Land wurde bei einem Unfall eine Frau verletzt. Ein Ausflugsbus war gegen 6.40 Uhr auf der laut Polizei schneeglatten Staatsstraße zwischen Hügelshart und Rinnenthal ins Rutschen geraten. Nahe der Abzweigung nach Gagers verlor der 73-jährige Busfahrer, bei dem noch niemand zugestiegen war, die Kontrolle.

So rutschte der Bus auf die Gegenfahrbahn. Dort erfasste er frontal das Auto einer 23-Jährigen. Das Fahrzeug wurde mit großer Wucht in einen angrenzenden Acker geschleudert und dabei so demoliert, dass im ersten Moment befürchtet worden war, dass die Fahrerin eingeklemmt sein könnte. Doch die verletzte Frau konnte sich selbst befreien. Sie wurde ins Klinikum nach Augsburg transportiert.

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Die Diskussion ist geschlossen.

04.01.2016

Bei Wintereinbruch mit Schneefall ist es jedes Jahr das gleiche Spiel zu schnell, nicht richtig bereift etc.

Wenn hier Defizite auftreten in der Ausrüstung dann müssen diese Verkehrsteilnehmer hart bestraft werden; denn sie gefährden sich und die andere Verkehsteilnehmer und hatten alle Zeit der Welt sich auf die winterlichen Verhältnisse einzustellen.

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04.01.2016

Wintereinbruch?? Bei gerademal 2-3 cm Neuschnee? Was machen diese Autofahrer bei 15 cm Neuschnee, das nenn ich Wintereinbruch.

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04.01.2016

Natürlich kam der Schnee, wie jedes Jahr um diese Jahreszeit, völlig überraschend.

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04.01.2016

Nicht nur der Schnee kam völlig überraschend. Auf Grund der immensen Kälte sind die Gaspedale der betroffenen Fahrzeuge am Bodenblech festgefroren und die Fahrzeuglenker waren nicht mehr in der Lage die Gesachwindigkeit ihrer Fahrzeuge an die Witterungs- und Straßenverhältnisse anzupassen.

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