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Statistik

17.02.2013

Vier von zehn Augsburgern haben einen Migrationshintergrund

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Nicht einmal 60 Prozent der Stadtbewohner Augsburg haben keinen Migrationshintergrund.
Bild: dpa

In Augsburg leben prozentual gesehen mehr Ausländer als in Berlin oder Hamburg. Über 40 Prozent der Einwohner haben einen Migrationshintergrund.

Fast neun Millionen Deutsche haben einen Migrationshintergrund - das heißt einen Elternteil, der zuwanderte oder als Ausländer in Deutschland geboren ist.

Ausländer, also Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft, machen mit gut sieben Millionen etwa 8,8% der in Deutschland lebenden Menschen aus.

Prozentual mehr Ausländer in Augsburg als in Berlin

Die Wandlung der deutschen Bevölkerung lässt sich auch konkret in Augsburg beobachten. Seit 1999 sind konstant gut 16 Prozent der in Augsburg lebenden Menschen Ausländer – mit einem kleinen Einbruch 2009. Verganenes Jahr waren nach Berechnungen des Amtes für Statistik und Stadtforschung Augsburg sogar 16,6 Prozent der Augsburger Ausländer.

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Menschen ohne Migrationshintergrund stellen mit 58,9% nur eine knappe Mehrheit.

Damit leben in der Stadt prozentual mehr ausländische Menschen als in den Migrationsmagneten Berlin und Hamburg. 2011 lagen die beiden Stadtstaaten mit 14,1% für die Haupt- und 13,8% für die Hansestadt deutlich vor den anderen Bundesländern wie Bayern mit 9,9%. Am homogensten ist die Bevölkerung in Sachsen-Anhalt, wo nur jeder Fünfzigste Ausländer ist.

In der Bundesrepublik sind türkische Menschen mit 23,2% aller Ausländer die größte nicht-deutsche Bevölkerungsgruppe. Eine weitere Großgruppe stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien (12,9% ), 6,7% kommen aus der Gruppe der Sowjetunionnachfolgestaaten der GUS.

Multi-Kulti: Augsburg zwischen Istanbul und Moskau

Für die Augsburger Multi-Kulti-Gesellschaft sind ähnliche Gruppen prägend. In der Bezirkshauptstadt leben besonders viele Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion: 21% der in Augsburg lebenden Menschen mit Migrationshintergrund kommen aus dem ehemaligen Riesenreich. Ganze zwei Drittel von ihnen sind sogenannte Spätaussiedler, also Menschen mit deutschen Wurzeln, die nach 1993 in die Bundesrepublik auswanderten.

Laut Strukturatlas der Stadt leben über 21.000 Menschen türkischer Herkunft in Augsburg – somit sind sie die zahlenmäßig zweitstärkste Gruppe der Menschen mit mindestens einem ausländischen Elternteil. Damit sind sie fast doppelt so viele wie die Einwanderer aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Gut 13.000 Augsburger haben ihre Wurzeln in Rumänien. Wie viele davon der Romaminderheit angehören, wird statistisch allerdings nicht erfasst.

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