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25.03.2009

Von gieriger Sammelwut

Sparsam war er, der Alte Fritz, auch als Kunstsammler: Als ihm ein Raffael-Gemälde für 30 000 Gulden angeboten wurde, kaufte er lieber ein anderes, das nur den Bruchteil kostete. Heute weiß man, dass der teure Raffael, den August II. von Sachsen kaufte, echt, der von Friedrich dem Großen (1712-1786) eine Fälschung war. Bedeutend war die Sammelleidenschaft des Preußenkönigs dennoch, wie der Kunsthistoriker Johann Georg Prinz von Hohenzollern im Wittelsbacher Schloss in Friedberg im Vortrag ausführte.

Erst waren es Werke des französischen Barockkünstlers Antoine Watteau und anderer Maler in seinem Gefolge, die er für die Ausstattung seiner Schlösser ankaufte. Dort wurden sie zusammen mit den Möbeln und Stuckaturen zu einem Gesamtkunstwerk arrangiert. Preußischer Rokoko, zurückhaltender in der Ornamentik, dem Naturell des Staatsmanns entsprechend.

Später dann jagte Friedrich der Große auch Werken von Rubens und van Dyck hinterher. "Dabei war der Name des Meisters entscheidend", sagte der Prinz von Hohenzollern. Das Kennerauge für die wirkliche Zuschreibung der Arbeiten besaß Friedrich der Große nicht. Dafür aber Sammelwut: Neben den Bildern hortete er auch Schnupftabakdosen, Bücher und Silber. (rim)

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