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Wahlkampf in Augsburg
13.01.2020

Was Markus Söder über OB-Kandidatin Eva Weber sagt

Oberbürgermeister Kurt Gribl, Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender Markus Söder und Oberbürgermeisterkandidatin Eva Weber (v.on links) beim Neujahrsempfang der Augsburger CSU im Rathaus.
Foto: Silvio Wyszengrad

Das wichtigste Thema sei es laut Eva Weber, Spaltungen auch in der Augsburger Stadtgesellschaft zu überwinden. Was Parteichef Markus Söder beim CSU-Neujahrsempfang sagte.

CSU-Oberbürgermeister-Kandidatin Eva Weber hält angesichts von sinkender Wahlbeteiligung und einer Spaltung der deutschen wie auch der städtischen Gesellschaft die Zusammenführung der Lager und den Dialog für die „Hauptaufgabe der nächsten Jahre“. Beim Neujahrsempfang der CSU am Sonntag im Rathaus sagte Weber, es gebe auch in Augsburg einen Teil der Bevölkerung, der sich „aus Angst und Wut“ abgekoppelt habe von den rasanter werdenden gesellschaftlichen Entwicklungen. Und bei ihren Gesprächen mit Bürgern im Vorwahlkampf habe sie erlebt, dass es viele gegensätzliche Meinungen gebe, begonnen vom Verkehr über den Klimaschutz bis hin zur Integration.

Nötig sei ein Klima, in dem alle sich zuhören und auch gegensätzliche Meinungen aushalten, so Weber. Dazu gehöre, dass auch die Politik ihr Tun besser erkläre und die Bürger in ihrer Lebenswelt abholt. Ein Ansatz seien die von ihr geforderten Bezirksausschüsse, die als „Stadtteilparlament“ ein Forum und eine Entscheidungsinstanz auf Stadtteilebene sein sollen.

600 neue Studienplätze für Augsburg

Ministerpräsident und Parteichef Markus Söder sowie Oberbürgermeister Kurt Gribl stärkten beim Neujahrsempfang, der quasi der Startschuss für den CSU-Wahlkampf war, Weber demonstrativ den Rücken. Sie bringe als Finanz- und Wirtschaftsbürgermeisterin das richtige Rüstzeug für die Gestaltung der Zukunft mit, so Söder.

„Wer glaubt, dass es in Deutschland in den kommenden sechs Jahren so weitergeht wie in den vergangenen zehn Jahren, der ist wohl sehr optimistisch.“ Aufgrund der Digitalisierung gebe es Herausforderungen für jeden Wirtschaftsstandort, so Söder. Er kündigte in einem Nebensatz an, dass in Augsburg 600 neue Studienplätze im Bereich der Künstlichen Intelligenz und Informatik geschaffen werden sollen. Es gebe auch noch einen anderen Aspekt, der für Weber spreche. „Es tut Augsburg und einer großen Stadt in Bayern allgemein gut, wenn mal eine Frau regiert“, so Söder.

Gribl lobt Eva Weber in höchsten Tönen

Augsburg, so Söder, habe es in den vergangenen zwölf Jahren unter Gribl geschafft, zum Partner auf Augenhöhe zu werden. „Geld gibt es vom Freistaat nicht aus der Gießkanne, sondern dort, wo gute Impulse aus einer Region kommen.“ Augenzwinkernd erinnerte er an das enge Verhältnis von Gribl und dem früheren Ministerpräsidenten Horst Seehofer. „Der Kurt hatte mit dem Horst eine spezielle Freundschaft – hat mich auch gewundert“, so Söder, der bekanntermaßen mit Seehofer nicht immer auf einer Linie lag.

Sollte Weber Oberbürgermeisterin werden, könne es bei der Freundschaft in neuer Besetzung auf beiden Seiten bleiben. Er verlange dafür auch keine Ehrenbürgerwürde, so Söder mit einem Augenzwinkern im Hinblick darauf, dass Seehofer diese Auszeichnung wegen seines Engagements für die Uniklinik bekam. Söder gab zudem ein Bekenntnis zum Klimaschutz ab. Klimaschutz sei „nicht nur eine politische, sondern auch eine moralische Verpflichtung“, wobei auf globaler Ebene nicht der Verzicht, sondern die Innovation der Schlüssel zum Erfolg sei. Was das politische Klima im Lande angeht, seien die Demokraten parteiübergreifend aufgerufen, zusammenzustehen, „sonst werden andere die Macht übernehmen“.

Gribl, der bei der Kommunalwahl nicht mehr als Oberbürgermeister antritt und Weber als Nachfolgerin den Weg ebnete, lobte sie in den höchsten Tönen. „Man muss das Amt mögen, mit Haut und Haaren, muss auch unnachgiebig gegen sich selbst sein, Privates zurückstellen, wenn es die Geschicke der Stadt erfordern. Und man muss nicht nur OB sein wollen, sondern es auch können.“ Auf Weber treffe beides zu, umfänglicher als auf die Kandidaten der anderen Parteien. Weber habe ihn auch „bei den schwierigsten Entscheidungen seiner Amtszeit“ als Beraterin nie enttäuscht. Zudem, so Gribl, habe sie ihn häufig vertreten, wenn er wegen seines Engagements im Städtetag nicht vor Ort in Augsburg war. Die Wähler sollten das in den vergangenen zwölf Jahren Erreichte nicht aufs Spiel setzen.

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Die Diskussion ist geschlossen.

13.01.2020

Ja, leider. Wie sie damals Wengert demontiert haben und somit Gribl den Weg geebnet haben, war sehr perfide.
Wir haben hier ein bedenkliches Pressemonopol in Augsburg.

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13.01.2020

Dem stimme ich zu!
Und ich störe mich sehr das die Augsburger Allgemeine nicht unparteiisch ist!

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12.01.2020

(edit/mod/bitte kommentieren Sie sachlich)

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