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Augsburg

02.11.2016

Wann es wieder Giraffen im Zoo geben wird

Ein Bild von früher: Die letzte Giraffe Tanisha musste 2015 abgegeben werden.
Bild: Foto: Anne Wall

Die Bauarbeiten für die neuen Giraffen im Zoo Augsburger Zoo beginnen kommende Woche. Wann die neuen Tiere kommen sollen.

Auf dem Afrika-Panorama im Zoo fehlen sie einfach: die Giraffen. Im kommenden Jahr will Direktorin Barbara Jantschke neue Tiere nach Augsburg holen. Zuvor muss das Gehege modernisiert und erweitert werden. Schöner Wohnen für Giraffen ist angesagt. Die Bauarbeiten beginnen kommende Woche.

Eine neue große Halle

Geplant ist eine neue, rund 200 Quadratmeter große Halle. Dort sollen die Giraffen bei schlechtem Wetter und vor allem in den Wintermonaten Auslauf haben. Bei Schnee und Eis ist es im Freien zu rutschig für die großen Tiere. Sie könnten sich verletzen.

Geplant ist darüber hinaus ein Gang zwischen dem alten und dem neuen Gebäude. Dort will man einen weiteren Zugang schaffen. So können Tiertransporte besser abgewickelt werden. Im bestehenden Giraffenhaus muss auch noch die Heizung erneuert werden. Baubeginn ist kommende Woche. Im Sommer 2017 soll die Modernisierung fertig sein. Die Kosten liegen bei etwa 500000 Euro. Die Investition wird von der städtischen Zoo-Gesellschaft aus eigener Kraft finanziert.

Wann es wieder Giraffen im Zoo geben wird

Giraffenhaus stammt aus dem Jahr 1984

Das Augsburger Giraffenhaus stammt aus dem Jahr 1984. Damals wurde das Afrika-Panorama zur 2000-Jahr-Feier der Stadt als neue Attraktion im Zoo eingerichtet. Eine Modernisierung der Anlage ist nun unverzichtbar, wenn neue Giraffen nach Augsburg kommen sollen. Das Gehege erfüllt nicht mehr die Haltungsrichtlinien in Zoos für diese Tierart.

Im vergangenen Jahr hatte das fatale Folgen: Nach 30 Jahren musste die Giraffenhaltung in Augsburg vorübergehend aufgegeben werden. Nach mehreren Todesfällen war nur noch das Giraffenweibchen Tanisha übrig. Die großen Steppentiere können auf Dauer nur in einer Herde artgerecht gehalten werden. Neue Giraffen wollte man aber nicht mehr in die veraltete Anlage holen. Tanisha wurde abgegeben.

Großes Bedauern bei den Besuchern

Die Entscheidung hat bei vielen Besuchern großes Bedauern ausgelöst. „Wir werden häufig nach den Giraffen gefragt“, sagt Zoo-Betriebsinspektor Peter Bretschneider. Die schönen großen Tiere fehlten optisch auf dem Afrika-Panorama. Dazu kommt, dass das weitläufige Freigelände mit weiteren Arten wie Zebras und Nashörnern als das Herzstück des Zoos gilt.

Auch Direktorin Barbara Jantschke ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Giraffen nötig sind, wenn das Afrika-Panorama richtig zur Geltung kommen soll. Sie hat Alternativen geprüft. Aber wenige große Tiere hätten die beste Wirkung, sagt sie. Wenn die Modernisierung klappt wie vorgesehen, sollen noch 2017 wieder Giraffen in Augsburg zu sehen sein. Nach Angaben des Zoos ist es kein Problem, neue Tiere zu bekommen. Ob es wieder Rothschild-Giraffen sein werden, steht noch nicht fest.

Modernisierungsbedarf auch beim Elefantenhaus

Modernisierungsbedarf hat auch das Elefantenhaus. Bei diesem Projekt müssen aber noch wichtige Weichen gestellt werden. Der Zoo kann die Anlage für knapp sechs Millionen Euro nicht alleine finanzieren. Staatliche Fördermittel sind nicht in Sicht. Nötig ist Hilfe von Sponsoren und von der Stadt. Finanzreferentin Eva Weber hat im Nachtragshaushalt 2016 eine erste Zuschusstranche von rund 400000 Euro vorgesehen. Der Stadtrat muss darüber aber noch entscheiden. Zum Vergleich: Der Münchner Tierpark Hellabrunn hat gerade eine Elefantenanlage für über 20 Millionen Euro eröffnet.

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