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Augsburg

28.11.2018

Wann kommt das neue Feuerwehrhaus?

Das in die Jahre gekommene Haus der freiwilligen Feuerwehr in Haunstetten soll erneuert werden.

Seit Jahren hoffen die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr in Haunstetten auf bessere Arbeitsbedingungen. Jetzt haben die Planungen für das Gerätehaus begonnen. Nicht alle Wünsche werden in Erfüllung gehen.

Das Haus der freiwilligen Feuerwehr in Haunstetten ist längst nicht mehr zeitgemäß. Seit Jahren wünschen sich die Kameraden ein neues Domizil – mit ordentlichen Sanitäranlagen, Platz zum Umziehen und genügend Raum für die immer größer werdenden Einsatzfahrzeuge. Jetzt haben die konkreten Planungen für dieses Projekt begonnen, wie Ordnungsreferent Dirk Wurm im Gespräch bestätigte.

Seit 2011 wird der Masterplan für die Modernisierung der Gerätehäuser der freiwilligen Feuerwehren in der Stadt abgearbeitet, so Wurm. Aktuell wird, wie berichtet, das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Göggingen neu errichtet. „Es war klar, dass Haunstetten das nächste Gerätehaus ist, das gebaut werden muss“, so der Referent. Haunstetten habe das größte Gebäude mit den meisten Fahrzeugen. 300000 Euro stehen jetzt für die Entwurfsplanung zur Verfügung. Damit könne soweit geplant werden, dass eine realistische Kostenschätzung für das Projekt möglich sei. Die Größe des Gebäudes und der Außenanlagen würden beispielsweise festgelegt – Details wie Haustechnik oder die Heizung spielten hier dagegen noch keine Rolle. Die Planungsphase soll im Laufe des nächsten Jahres stattfinden. Erst dann könne mit einem Projektbeschluss in den Stadtrat gegangen werden. Die Baumaschinen dürften dann frühestens 2020 rollen, rund zwei Jahre soll es dann dauern, bis die Feuerwehr ihr neues Domizil beziehen kann. „Der Zug sitzt auf dem Gleis und fährt los“, so Wurm.

Über den Standort wird noch heftig diskutiert

Allerdings – wohin der Zug fahren soll, ist noch überhaupt nicht klar. Denn über den Standort des Gerätehauses wird noch heftig diskutiert. Viele der Kameraden würden sich wünschen, dass das alte Gebäude abgerissen und am bestehenden Standort neu gebaut wird, berichtet Haunstettens Feuerwehrkommandant Tom Melzer. Denn mit den Jahren haben sich immer mehr der Feuerwehrleute rund um ihren Standort angesiedelt, um im Alarmfall innerhalb weniger Minuten in der Wache sein zu können. Allerdings sei die Wohnortnähe nur einer von vielen Faktoren, die in die Ortssuche einfließen, so Melzer. „Wir müssen mit dem neuen Gebäude mindestens genauso schlagkräftig sein wie jetzt“ so der Kommandant.

Auch Augsburgs Feuerwehrchef Andreas Graber sieht die Standortfrage gelassen. Mit Blick auf die zuletzt neu gebauten Gerätehäuser in der Region berichtet er, Inningen sei am selben Standort gebaut worden, in Berheim habe man sich einen ganz neuen Standort gesucht und in Göggingen werde direkt nebenan gebaut. „Das System Feuerwehr muss funktionieren, darauf kommt es an“, so der Feuerwehrchef.

Situation im alten Gerätehaus ist unzumutbar

Welche Ausstattung das neue Gerätehaus bekommen wird, ist ebenfalls noch offen. Man werde die Wünsche zusammentragen, dann abwägen, was wirklich notwendig und was wünschenswert ist – und dann nach einigen Streichungen zu einem Ergebnis kommen, sagt Graber. Aus diesem Grund will Dirk Wurm auch noch nichts zu möglichen Kosten sagen. „Ich habe mir bei Bauprojekten abgewöhnt, eine Zahl in den Raum zu werfen, die dann doch wieder revidiert werden muss“, so der Referent.

107 aktive Mitglieder hat die Freiwillige Feuerwehr Haunstetten derzeit. Darunter sind 17 Frauen. Die Situation im alten Gerätehaus ohne getrennte Umkleide- und Sanitärräume sei unzumutbar. Nach dem Einsatz können sich die Feuerwehrleute nicht einmal duschen. Weil die Fahrzeuge immer breiter werden, geht es im Gebäude extrem beengt zu.

Wenn die Kameraden ausrücken, müssten alle extrem vorsichtig sein, damit keine Unfälle passieren. „Wir haben das Thema organisatorisch durch Belehrungen gelöst“, so Kommandant Melzer. Doch er hofft, dass sie bald ihr Ehrenamt in schönen, neuen Räumen ausüben können.

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