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Uni Augsburg

07.03.2017

Wann sich das Auslandspraktikum lohnt

Hochschulberater Adrian Bieniec (links) hat Student Maximilian Braun Tipps gegeben. Der Meitinger war sechs Monate in Spanien.
Bild: Annette Zoepf

Immer mehr Firmen legen Wert auf Auslandserfahrung. Ein Augsburger Hochschulstudent erzählt von seinen Erlebnissen und ein Berater sagt, was man beachten sollte.

Maximilan Braun wusste schon nach dem Schulabschluss: „Ich will eine Zeit ins Ausland gehen.“ Bis es wirklich so weit war, brauchte der Meitinger einen langen Atem. Im Winter 2013 nahm er sein Studium im Fach „Internationales Wirtschaftsingenieurwesen“ an der Hochschule Augsburg auf. Doch erst zwei Jahre später konnte er seinen Traum verwirklichen. 2015/16 ging Braun für sechs Monate nach Spanien, um bei einem Praktikum Auslandserfahrung zu sammeln. Für ihn hat es sich gelohnt. Aber mit einem Blick zurück sagt er auch: Man muss sich gut vorbereiten.

An der Hochschule Augsburg machen pro Jahr etwa 50 Studenten ein Praktikum bei einem Unternehmen im Ausland. Ein solches Firmenpraktikum sei etwas anderes als ein Auslandssemester, bei dem man an einer Hochschule studiert, stellt Adrian Bieniec klar. Er arbeitet im International Office der Hochschule Augsburg und berät Studenten, die ins Ausland gehen wollen.

Auslandspraktikum muss gut vorbereitet werden

Fragt man Bieniec, ist ein Vorteil des Auslandspraktikums, dass Studenten berufliche Erfahrung sammeln können und gleichzeitig ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern. Allerdings müsse man einen solchen Aufenthalt im Vorfeld sehr sorgfältig planen, wenn er erfolgreich verlaufen soll.

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Bieniec rät beispielsweise, sich nicht nur auf Stellenausschreibungen von Firmen zu bewerben, sondern auch selbst aktiv nach einem passenden Unternehmen zu suchen. Es sei auch ein Irrglaube, dass Auslandspraktika immer am 1. Oktober beginnen. Vielmehr lohne es sich für Studenten, zeitlich flexibel zu sein.

Neue Chancen für Auslandspraktika sieht der Berater der Hochschule Augsburg derzeit vor allem in Asien. „Demnächst gehen viele unserer Studenten nach Südkorea, weil es dort zahlreiche neue Kooperationsvereinbarungen unserer Hochschule gibt“, sagt er. Wer lieber nach Großbritannien gehen möchte, sollte das aus Sicht des Beraters möglichst bald tun. Derzeit sei nicht kalkulierbar, wie es mit dem Brexit weitergeht. Damit sei auch nicht absehbar, wie lange in Großbritannien noch die Freizügigkeit für EU-Bürger gilt oder wie lange dort noch das EU-Förderprogramm „Erasmus“ greift.

Bieniec zufolge lohnt sich ein Auslandspraktikum mit Blick auf die berufliche Zukunft. Neuere Studien zeigen zwar, dass Unternehmen die Auslandserfahrung von Bewerbern unterschiedlich gewichten – je nachdem, auf welchem Markt sie unterwegs sind. „Von der Tendenz her spielt Auslandserfahrung aber eine zunehmende Rolle, vor allem Fremdsprachenkenntnisse schlagen durch“, sagt er.

Jobangebot aus Spanien

Maximilian Braun hat sein Auslandspraktikum über seine Tätigkeit als Werkstudent bei einem international tätigen Hausgerätehersteller gefunden. Er war sechs Monate in Saragossa, Spanien. Für ihn war es eine sehr positive Erfahrung, wie er sagt, aber auch eine große Herausforderung. „Ich bin vorher schon viel gereist, aber sechs Monate im Ausland sind eine andere Dimension.“ In Spanien hat er eine andere Kultur und Arbeitskultur kennengelernt. Er hat viele persönliche Kontakte geknüpft und bekam in Saragossa sogar ein Angebot für einen festen Job. „Sich in einem völlig anderen Lebensumfeld einzurichten, diese Erfahrung hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und ich habe auch viel über mich selbst gelernt“, sagt Braun. Nebenbei hat er die Chance genutzt, auf Kurztrips durch Spanien Land und Leute kennenzulernen. Braun kann anderen Studenten ein Auslandspraktikum empfehlen. Und auch er hat einen Tipp: „Auch bei einer Förderung sollte man sich vorher ein finanzielles Polster ansparen, damit man für Ausflüge genügend Geld in der Tasche hat.“

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