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Kommentar

28.01.2019

Warum Armut für Kinder besonders schlimm ist

Armut grenzt viele Kinder aus.
Foto: Stephanie Pilick/Symbolbild (dpa)

Eine Chancengleichheit in unserer Gesellschaft gibt es einfach nicht. Für Kinder ist es besonders schlimm, wenn sie in Armut aufwachsen.

In Augsburg ist die Entwicklung der Kinderarmut etwas rückläufig. Im Sozialreferat wird dafür auch die positive wirtschaftliche Lage als Grund angeführt. Trotzdem gibt es immer noch knapp 3000 Familien mit Kindern, die von Hartz IV leben. Geflüchtete sind bei dieser Zahl noch nicht einmal mit berücksichtigt. Was auch immer hinter den Einzelschicksalen stehen mag: Für die Kinder ist das besonders schlimm.

Schulausflug, Sportverein, ein Instrument lernen, mit den Eltern mal in den Urlaub fahren, Nachhilfe – vielen Jungen und Mädchen bleiben diese „normalen“ Dinge verwehrt. Allein deshalb ist es falsch, von einer Chancengleichheit in unserer Gesellschaft zu sprechen. Armut grenzt viele Kinder aus, eine normale Teilhabe an der Gesellschaft ist für sie nicht möglich. Zwar gibt es neben den gesetzlichen Grundleistungen auch die sogenannten Leistungen zur Bildung und Teilhabe , wie etwa Ausstattung mit Schulbedarf oder Lernförderung. Aber damit wird nicht unbedingt jede Familie, die in prekärer Lage steckt, erreicht.

Damit können nicht alle Bedürfnisse abgedeckt werden. Wie gut, dass es zusätzlich Projekte, Vereine und Hilfswerke gibt, die diesen Familien unter die Arme greifen. Diese Arbeit kann man nicht genug wertschätzen. Denn um es nüchtern zu formulieren: Niemand kann wollen, dass aus diesen Kindern später auch Sozialhilfeempfänger werden.

Lesen Sie dazu den Artikel: Kinderarmut: Wenn das Geld kaum für das Nötigste reicht

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Die Diskussion ist geschlossen.

29.01.2019

>> Zwar gibt es neben den gesetzlichen Grundleistungen auch die sogenannten Leistungen zur Bildung und Teilhabe , wie etwa Ausstattung mit Schulbedarf oder Lernförderung. Aber damit wird nicht unbedingt jede Familie, die in prekärer Lage steckt, erreicht. <<

Warum werden diese Familien damit nicht erreicht?

https://de.wikipedia.org/wiki/Leistung_f%C3%BCr_Bildung_und_Teilhabe

>> Tatsächliche Kosten für die Teilnahme an eintägigen Schulausflügen und an mehrtägigen Klassenfahrten. Die Kostenübernahme erfolgt durch Gutscheine oder Direktzahlungen an die Schule. Anspruch haben auch Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen. Weder eine Höchstgrenze noch eine Beschränkung auf angemessene Kosten sind zulässig.[6] Auch ein Schüleraustausch gilt als Klassenfahrt im Sinne dieser Regelung. <<

Wie passt das zusammen Frau Marks?

>> Schulausflug, Sportverein, ein Instrument lernen, mit den Eltern mal in den Urlaub fahren, Nachhilfe – vielen Jungen und Mädchen bleiben diese „normalen“ Dinge verwehrt. <<

Warum bleiben Kindern Schulausflüge verwehrt?

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29.01.2019

https://de.wikipedia.org/wiki/Leistung_f%C3%BCr_Bildung_und_Teilhabe

>>>
Anerkannte Bedarfe für Minderjährige

Bei Leistungsberechtigten bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres wird ein Bedarf zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft in Höhe von insgesamt 10 Euro monatlich berücksichtigt. Durch gesonderte Berücksichtigung dieser Bedarfe soll Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen hergestellt werden. Ziel ist es, diese Kinder und Jugendlichen stärker als bisher in bestehende Vereins- und Gemeinschaftsstrukturen zu integrieren und den Kontakt mit Gleichaltrigen zu intensivieren. Die Leistungen werden durch personalisierte Gutscheine oder Kostenübernahmeerklärungen erbracht und umfassen:

- Mitgliedsbeiträge für Vereine in den Bereichen Sport, Spiel, Kultur und Geselligkeit,
- Musikunterricht: Unterricht in künstlerischen Fächern (zum Beispiel Musikunterricht) und vergleichbare angeleitete Aktivitäten der kulturellen Bildung, zum Beispiel Museumsbesuche,
- Teilnahme an Freizeiten.
>>>

Ja 10 Euro mtl. sind nicht die Welt, aber für für den Sportverein schon mal ein großer Schritt.

Politisch zielführend wäre eine Diskussion über diesen Betrag; das könnten auch 20 oder 25 sein.

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