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Augsburg

16.07.2019

Warum Städtebauförderung wichtig ist

Für die Schaffung eines autofreien Marktplatzes vor dem neuen Grünen Kranz erhält die Stadt Augsburg Städtebaufördermittel.
Bild: Michael Hochgemuth

Die Stadt Augsburg erhält in diesem Jahr 1,2 Millionen Euro, die vor allem in Projekte im Osten fließen.

Städtebaufördermittel von 1,2 Millionen Euro vom Freistaat hat Landtagsabgeordneter Johannes Hintersberger für dieses Jahr für die Stadt Augsburg an Land gezogen. 876.000 Euro stammen aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, der Rest aus dem bayerischen Programm „Innen statt außen“. Davon profitieren Projekte in Lechhausen, Hochzoll, der Jakobervorstadt und der westlichen Innenstadt.

Wohin das Geld genau fließt, teilte Stadtbaurat Gerd Merkle auf Anfrage mit. Das Bund-Länder-Programm kommt der Herstellung eines Quartierplatzes auf dem Post-Telekom-Areal in Hochzoll, der künftigen „Neuen Mitte“, zugute, zudem der Sanierung der Alten Schule in Hochzoll und ihrem Umbau in ein Jugendcafé, der Umgestaltung der Verbindung zwischen der Elisabeth- und der Humboldtstraße in Lechhausen – hier soll ein autofreier Marktplatz vor dem neuen Grünen Kranz entstehen – und der Sanierung der Bäckergasse im Stadtmarkt.

Konzept für zusätzliche Baumpflanzungen in der Jakobervorstadt

Mit Geldern aus dem Programm „Innen statt außen“ werden eine ehemalige Kfz-Werkstatt in Lechhausen frei gemacht und umgestaltet sowie ein Konzept für zusätzliche Baumpflanzungen in der Jakobervorstadt-Nord mitfinanziert. Hier läuft gerade eine Stadtteilsanierung; dabei soll unter anderem der Oblatterwall einen mehr parkartigen Charakter erhalten.

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Fördermittel aus diesen Programmen helfen laut Merkle, Veränderungen in Handel und Gewerbe, Kultur und Freizeit in der Stadt Augsburg zu gestalten. Das sei in vielen Fällen bereits geschehen, zuletzt etwa beim neuen Friedensplatz zwischen St. Johannes und St. Joseph in Oberhausen, bei der Sanierung und Umgestaltung des Färberturms an der Schäfflerbachstraße oder beim Flößerpark in Lechhausen. Laut Merkle übernehmen Freistaat und Bund maximal 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Für manche Kosten, etwa für die Beseitigung von Altlasten, kann die Kommune keine Förderung beantragen. Außerdem sind die genannten Förderprogramme so angelegt, dass zunächst alle übrigen infrage kommenden Zuschüsse beantragt worden sein müssen, dann übernehmen die beiden Programme den noch verbleibenden Restbetrag. Städtebaufördermittel können aber in vielen Fällen in Anspruch genommen werden und sind laut Merkle daher sehr wichtig für die Stadterneuerung.

Was das Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr entschieden hat, ist eine sogenannte Rahmenbewilligung. Nun muss das Baureferat Entwürfe und Kostenberechnungen erarbeiten und damit einen konkreten Förderantrag stellen. Der wird dann von der Regierung von Schwaben geprüft und gegebenenfalls bewilligt. Merkle rechnet damit, dass bei dem Platz zwischen Elisabeth- und Humboldtstraße in Lechhausen noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Bei größeren Projekten werde das wohl länger dauern.

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