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Augsburg

30.01.2019

Warum die FDP wieder in die Stadtteile geht

Beim Neujahrsempfang der FDP Augsburg in den Fischerstuben waren unter anderem dabei: (von links) Jürgen Fröhlich, Janine Deparade, Dominik Spitzer, Susanne Lenk, Guido Immler und Ullrich Müller-Kantor.
Bild: Annette Zoepf

Beim Neujahrstreffen der Liberalen geht es um Pläne, sich künftig stärker vor Ort zu engagieren.

Die FDP will in den Stadtteilen mehr Präsenz zeigen. Beim Neujahrstreffen in der Fischerstuben in Pfersee erklärte der Vorsitzende des neuen Ortsverbands „Augsburg-West“, Guido Immler, warum die Liberalen künftig in drei Ortsverbänden im Stadtgebiet aktiv sein wollen.

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Die Bürger fühlten sich von der FDP derzeit zu wenig repräsentiert, mit der Auflösung beziehungsweise dem Nichtvorhandensein der Ortsverbände habe die Präsenz und Verbundenheit mit den Stadtteilen gelitten. „Die anderen Parteien haben ihre Ortsverbände und sind nah an ihren Wählern dran – es wurde Zeit, dass wir dort auch die liberale Flagge hissen“, so der Ortsvorsitzende.

Um den Wunsch nach mehr liberaler Politik in den Stadtteilen umzusetzen, habe der Kreisvorstand die Gründung von drei Ortsverbänden angeregt. Unter „Augsburg Mitte“ fällt die Innenstadt, „Augsburg-Südwest“ beinhaltet Haunstetten, das Univiertel und das Hochfeld und Augsburg-West vereint die Stadtteile Göggingen, Inningen, Bergheim, Pfersee und das Antonsviertel.

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Inningen, Göggingen und Bergheim sind schon lange aktiv

Für Inningen, Göggingen und Bergheim gebe es seit Jahren eine sehr aktive liberale Gruppe, die übrigen Stadtteile habe man quasi „eingemeindet“, scherzt Immler.

Immler verwies auf die Europawahlen im Mai aber vor allem auch auf die kommende Kommunalwahl 2020. Man werde darauf achten, alte Fehler nicht zu wiederholen. Dieses Mal werde man darauf achten, nur Spitzenkandidaten mit „astreiner liberaler Gesinnung“ aufzustellen, die nicht unter Mitnahme ihres Mandats zur politischen Konkurrenz wechselten. Als Ortsverband wolle man aber auch liberale Politik für die Stadtteile machen.

Neben großen Themen wie Bauen, Verkehr und Nahversorgung werde man sich ebenso um kleine Themen kümmern. Als erstes Projekt habe man sich die „oft unhaltbaren Zustände“ an den Altglas- und Wertstoff-Containern vorgenommen. In der „Liberalen Runde Göggingen-Pfersee“ sollten interessierte Bürger künftig zwanglos politisch diskutieren können. Man werde aber auch regelmäßig offene Veranstaltungen mit interessanten Referenten anbieten, um die Bürger zu informieren und die liberale Politik vorzustellen.

Passive FDP-Mitglieder sollen reaktiviert werden

Am Rande der Veranstaltung erklärte FDP-Kreisvorsitzende Katrin Michaelis die neue Strategie. Man wolle passive FDP-Mitglieder reaktivieren und zum Mitmachen bewegen, sagt sie. In Hinsicht auf die anstehenden Wahlen brauche man regionale Treffpunkte, in denen die FDP Gesicht zeigt. Ideal wären fünf Ortsverbände – im Norden und Osten gebe es aber keine Ortsgruppen. „Der Kreisverband kann nicht überall in Augsburg agieren“, so Michaelis.

Gastredner des Neujahrstreffens war der schwäbische Landtagsabgeordnete und Gesundheitsexperte der FDP, Dominik Spitzer. Unter dem Titel „Von der Wiege bis zur Bahre“, stellte er fünf Grundprinzipien liberaler Gesundheitspolitik vor und plauderte über seine Erfahrungen aus dem Landtag. Auf großes Interesse der Zuhörer stießen seine Ausführungen zur Lage der Hebammen sowie zur Medizinerausbildung.

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