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29.03.2019

Warum die Stadt Augsburg freiwillig auf 150.000 Euro verzichtet

An dieser Stelle in Göggingen wird bald eine Ampel stehen. Die Ecke Eichleitnerstraße, Unterfeldstraße ist ein Unfallschwerpunkt.
Bild: Silvio Wyszengrad

In der Eichleitnerstraße werden bald zwei Ampeln errichtet. Die Stadt Augsburg zahlt schweren Herzens alles - obwohl es Fördergelder gäbe.

Die Eichleitnerstraße ist eine wichtige Verkehrsachse in Göggingen. Auf einer Länge von 1,2 Kilometern führt sie etwas südlich des Polizeipräsidiums entlang des Firmengeländes von Renk in Richtung B17. Viele Einkaufsmöglichkeiten liegen entlang der Straße. Wegen Ein- und Ausfahrten kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr. Das erhöht die Unfallgefahr. Als Unfallschwerpunkt bezeichnet die Polizei die Ecke zur Unterfeldstraße. Von Januar 2018 bis Mitte März 2019 sind an dieser Stelle 13 Unfälle passiert, bei denen fünf Personen verletzt wurden. Unfälle gibt es zudem immer wieder an der Ausfahrt der Memminger Straße. Hier registrierte die Polizei von Januar 2018 bis Mitte März 2019 immerhin acht Unfälle. An beiden Stellen stehen derzeit keine Ampeln. Die Polizei rät daher der Stadt, dringend mit Hilfe von Ampeln für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen.

Eichleitnerstraße: Die Sanierung kostet 1,25 Millionen Euro

Diese Idee sollte in diesem Jahr umgesetzt werden. Das ist bekannt. Verbunden mit einer Fahrbahnsanierung der Eichleitnerstraße waren Kosten von 1,25 Millionen Euro angesetzt worden. Die Rechnung ging davon aus, dass es keine staatlichen Zuschüsse gibt. Zwischenzeitlich hat sich auf Landesebene die Zuschussregelung geändert. Eine Förderung von insgesamt 300.000 Euro wäre möglich, sagte Baureferent Gerd Merkle in der Sitzung des Stadtrats. Haken: Dieses Geld würde frühestens im Jahr 2021 fließen.

Die Stadt will das Bauprojekt jedoch in diesem Jahr starten, weil auch am B17-Anschluss Eichleitnerstraße anstehen. Beide Projekte ließen sich verbinden. Merkle sagte, dass bei einer zeitlichen Verschiebung auf die Stadt wohl eine zusätzliche Belastung von 150.000 Euro zugekommen wäre. Verrechnet mit dem möglichen Zuschuss von 300.000 Euro für die Ampeln, zahlt die Stadt beim schnellen Bau folglich 150.000 Euro drauf.

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Die Verwaltung schlug in Abwägung vor, die Ampeln bereits in diesem Jahr zu errichten. Die Verkehrssicherheit gehe vor. Die Stadträte nahmen diese Einschätzung zur Kenntnis. Die Arbeiten werden unverzüglich ausgeschrieben. Sie erfolgen dann im Frühsommer. An der B17 wird ebenfalls der Straßenbelag ausgetauscht. Es geht um den Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Eichleitnerstraße und Messe.

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29.03.2019

Ich finde es gut, dass die Stadt Unfallschwerpunkte schnell entschärft – auch wenn es nicht gefördert wird. Übrigens: Wenn wir eine Regional-S-Bahn mit Halbstundentakt nach Süden und die Straßenbahn nach Königsbrunn hätten, müssten gar nicht so viele Autos auf der Eichleitnerstraße unterwegs sein.

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29.03.2019

>> Wenn wir eine Regional-S-Bahn mit Halbstundentakt nach Süden ... hätten. <<

Sind Sie zufällig ein grüner OB Kandidat?

Egal - die Antwort ist, das wir da noch mehr Autos hätten!

Bitte sehen Sie sich einfach mal den Fahrplan zwischen Augsburg und Bobingen an. Da werden Sie ganztägig 3 bis 4 Fahrten pro Stunde entdecken.

Oder noch besser die Abfahrten ab Bobingen werktags in der Früh:

6.57 - 7.07 - 7.12 - 7.20 - 7.32 - 7.44 - 7.57

Also bitte was reden Sie hier von Regional-S-Bahn im Halbstundentakt?

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29.03.2019

Das soll jemand verstehen: "Eine Förderung von insgesamt 300.000 Euro wäre möglich,....Dieses Geld würde frühestens im Jahr 2021 fließen". Warum kann man das nicht beantragen und auf Grund der dringlichen Verkehrssicherheit trotzdem sofort bauen und den voraussichtlichen Zuschuss vorfinanzieren?!? Zuschüsse, die u.a. einen Unfallschwerpunkt beseitigen, sollten vorrangig behandelt und auch vorfinanziert werden können. Den Zuschuss/Förderung abhängig von einem Baubeginn zu machen, ist in diesem Fall von dem Zuschussgeber eigentlich Verantwortungslos.

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