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Augsburg

24.10.2017

Warum dieser Langzeitstudent einen Preis bekommt

Christopher Flörke

Christopher Flörke hat sich für sein Studium viel Zeit genommen. Doch er hat Lebensziele gesteckt, denen er treu ist. Und er wurde ausgezeichnet.

Christopher Flörke hat sich für sein Studium „International Management“ Zeit genommen. Viel Zeit. Für seinen Bachelor-Abschluss an der Hochschule Augsburg hat er eineinhalb Jahre länger gebraucht als normalerweise vorgesehen. Trotzdem hat er nicht gebummelt, im Gegenteil: „Ich wollte mich engagieren und mich ausprobieren“, sagt Flörke, 25. Weil er als Ehrenamtler so außerordentlich umtriebig war, hat er einen Preis bekommen.

Christopher Flörkes Vorteil ist, dass er viele gute Ideen hat und ein optimistisches Naturell, das andere Menschen mitreißt. An der Hochschule hat er ausländische Austauschstudenten betreut und im sogenannten „SWOP–Team“ auch Events, Veranstaltungen und Ausflüge für sie mit organisiert. Eine spektakuläre öffentliche Aktion war ein großes Graffiti. Es ist in der Fußgängerunterführung an der Schülestraße beim Campus am Roten Tor zu sehen. Die Studenten sprühten dort mit Erlaubnis der Stadt ein großes Wandgemälde. Es zeigt, wie sie sich ein vereintes Europa vorstellen, in Zeiten, in denen der europäische Zusammenhalt durch nationalistische Tendenzen auf eine harte Probe gestellt wird.

Austausch mir Frankreich

Flörke machte aber noch viel mehr. Er beteiligte sich am deutsch-französischen Austausch der Hochschule. Und er organisierte gemeinsam mit dem Lehrbeauftragten Martin Plöckl den „Hörsaal der Löwen“. Angelehnt an das TV-Format „Die Höhle der Löwen“, präsentieren Studierende vielversprechende Geschäftsideen vor einer Jury. Die beste Idee gewinnt.

Wie bringt man all diese Aktivitäten für andere mit dem Studium zusammen? Flörke hat es auch geschafft, seine Abschlussarbeit damit zu verbinden. Sein Thema lautete „Gesellschaftliche Verantwortung versus Gewinnstreben“. Er beschäftigte sich mit der Frage, wie Unternehmen einen wirklich nachhaltigen Geschäftsplan erstellen und trotzdem Gewinne erzielen können. „Viele Firmen geben sich nachhaltig, sind es aber nicht wirklich“, kritisiert der 25-Jährige. Teils seien es nur PR-Kampagnen, um sich ein umweltbwusstes Image bei Kunden zu geben.

Christopher Flörke hat sein eigenes Lebensziel schon gefunden: „Ich will einen Beitrag leisten, dass es der Gesellschaft besser geht und dass wir nachhaltig leben.“ Für sein ehrenamtliches Engagement erhält er den Preis des Vereins zur Förderung der Hochschule. Nun geht er erst einmal auf Jobsuche. Er hätte auch schon eine eigene Geschäftsidee.

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