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Politik

01.10.2018

Warum zwei CSU-Kandidaten beim Merkel-Auftritt fehlten

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Johannes Hintersberger und Andreas Jäckel (beide CSU, hier am Abend der Bundestagswahl) waren verhindert.
Bild: Silvio Wyszengrad

Johannes Hintersberger und Andreas Jäckel kandidieren für den Landtag. Als die Kanzlerin in Augsburg war, suchte man sie vergeblich. Nur: Wo waren sie?

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) war am Donnerstagabend bei der Veranstaltung „Augsburger Allgemeine Forum live“ Gast im Augsburger Rathaus. 450 Zuhörer verfolgten, was die Kanzlerin auf die Fragen von AZ-Chefredakteur Gregor Peter Schmitz und Bürgern zu sagen hatte. Nicht zu sehen waren der Augsburger CSU-Landtagsabgeordnete Johannes Hintersberger und der Kandidat für den Wahlkreis Augsburg Stadt Ost, Andreas Jäckel. Das fiel Beobachtern auf. Auf Anfrage nannten die CSU-Vertreter Gründe fürs Fernbleiben.

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Hintersberger nahm am Donnerstag an der letzten Plenarsitzung des Landtags in München teil. Das Ganze zog sich in die Länge, erst gegen 19 Uhr habe er das Gebäude verlassen, sagt Hintersberger: „Ich wollte nicht während des Merkel-Auftritts in die Veranstaltung im Rathaus hineinplatzen.“ Als Vertreter des CSU-Bezirksverbands hatte Vorsitzender Hintersberger, der sich für die Merkel-Veranstaltung angemeldet hatte, seinen Stellvertreter Volker Ullrich über das ursprünglich nicht geplante Fernbleiben unterrichtet. Ullrich war im Rathaus dabei. Inhaltliche Probleme mit der Politik der Kanzlerin gebe es nicht, bekräftigt Augsburgs CSU-Chef: „Wir hatten erst wenige Tage zuvor die CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer bei einer Wahlveranstaltung in Augsburg zu Gast.“

Auch Andreas Jäckel wäre gerne dabei gewesen: „Keine Frage, ich hätte Angela Merkel sehr gerne gehört“, sagt Andreas Jäckel. Er nahm zeitgleich an einer Podiumsdiskussion des Stadtjugendrings teil. Für diesen Termin habe er schon frühzeitig zugesagt, so Jäckel: „Ich hätte es den Jugendlichen gegenüber unfair gefunden, so kurzfristig abzusagen.“ Im Rathaus war CSU-Landtagsabgeordneter Bernd Kränzle. Er nun wiederum hatte die Sitzung im Landtag etwas früher verlassen. Die Kanzlerin selbst erwähnte mehrfach die Person von Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU), auch den Bundestagsabgeordneten Ullrich nannte sie namentlich. (ina/möh)

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