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Augsburg

12.06.2018

Was Sie beim Warnstreik im Nahverkehr beachten müssen

Der Königsplatz in Augsburg ist der Knotenpunkt des Nahverkehrs: Am Mittwochmorgen werden hier keine Busse und Trams fahren.
Bild: Silvio Wyszengrad (Archiv)

Am Mittwochmorgen fahren in Augsburg keine Busse und Trams. Von 4 bis 8 Uhr steht der öffentliche Nahverkehr still. Was Fahrgäste wissen müssen.

Am Mittwochmorgen müssen Fahrgäste des Nahverkehrs mit massiven Einschränkungen rechnen. Zwischen 4 und 8 Uhr morgens werden keine Busse und Trams der Stadtwerke Augsburg fahren. Die Gewerkschaft Verdi hat ab Betriebsbeginn zum Warnstreik aufgerufen.

Wer ist zum Warnstreik aufgerufen?

Die Beschäftigten im Nahverkehr der Stadtwerke sind zum Streiken aufgerufen. Der Augsburger Verkehrsverbund (AVV) streikt nicht – der Warnstreik hat aber auch Folgen für die Fahrgäste der Bus- und Bahnlinien außerhalb Augsburgs. Zwar fahren die AVV-Züge nach Plan bis zum Hauptbahnhof. Aber wer anschließend in Busse oder Straßenbahnen der Stadtwerke Augsburg umsteigen muss, muss bis zum Ende des Streiks warten.

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Ab wann ist wieder mit einem normalen Betrieb zu rechnen?

Ab 8 Uhr sollen Busse und Trams zwar wieder fahren. Laut Stadtwerken kann es aber bis 9 Uhr dauern, bis sich der Verkehr wieder normalisiert.

Womit müssen Autofahrer rechnen?

Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs werden vermehrt aufs Auto umsteigen. "Deshalb ist mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen", sagt Polizeisprecher Thomas Rieger. Vor allem an den Hauptverkehrsachsen erwartet die Polizei eine besonders hohe Belastung. Rieger rät Verkehrsteilnehmern, morgens mehr Zeit einzuplanen. "Sie sollten ein paar Minuten früher aufstehen."

Müssen Schüler trotz des Warnstreiks in die Schule?

Viele Schüler sind in Augsburg auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Für einen Warnstreik im Nahverkehr können sie zwar nichts. Von der Schulpflicht seien sie trotzdem nicht entbunden, sagt Rainer Feller, Ministerialbeauftragter für die Realschulen in Schwaben. "In einer Stadt wie Augsburg können Schüler auch mal das Fahrrad oder das Elterntaxi nehmen." Auf die Grund- und Mittelschulen habe der Warnstreik nur geringen Einfluss, sagt Ingrid Rehm-Kronenbitter, Direktorin im Augsburger Schulamt. Die Grund- und Mittelschüler lebten alle im Umkreis ihrer Schule und könnten zu Fuß zum Unterricht kommen.

Was sollen Eltern tun, wenn sich ihre Kinder wegen des Streiks verspäten?

Ministerialbeauftragter Rainer Feller rät Eltern in jedem Fall, in der Schule anzurufen und Bescheid zu geben, dass ihre Kinder aufgrund des Streiks später zum Unterricht kommen werden. Schließlich hätte die Schule dann die Gewissheit, dass nichts Schlimmeres zu Verzögerungen auf dem Schulweg geführt hat.

Drohen Konsequenzen für Schüler, die zu spät zur Schule kommen?

Solange die Schüler innerhalb der ersten beiden Stunden in der Schule einträfen, müssten sie mit keinen Konsequenzen rechnen, sagt Rainer Feller. Heikler wäre es für die Realschüler, wenn der Warnstreik eine Woche später ausgerufen worden wäre. Denn in der nächsten Woche schreiben sie ihre Abschlussprüfungen. Die Abiturienten haben zwar in dieser Woche noch ihre mündlichen Abiturprüfungen. Allerdings fänden die nur nachmittags statt, sagt Peter Kosak, Direktor des Schulwerks der Diözese Augsburg. Schulaufgaben, die in der ersten Stunde eingeplant seien, würden wegen des Streiks verschoben.

Was will Verdi mit dem Warnstreik erreichen?

Verdi fordert sieben Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, mindestens aber 220 Euro mehr sowie weitere Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen. Laut Verdi gibt es schon jetzt Schwierigkeiten, gutes und qualifiziertes Personal zu halten oder zu bekommen. Am Freitag werden die Gewerkschaften und Arbeitgeber über die Gehälter der Fahrer verhandeln.

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