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Augsburger Welterbe-Bewerbung

22.05.2015

Was den Stadtwald besonders macht

Das Schleusenhäuschen am Siebenbrunner BachDamit sind stehen jetzt insgesamt 6 solcher Tafeln im Stadtwald (mit Galgenablass, Sebastiananstich und Ablass am Oberen Anger).Gerade anhand des Schleusenhäuschens lässt sich wunderbar aufzeigen, dass die Bäche und Kanäle die Basis für die herausragenden Wasserbau-Denkmäler in der Innenstadt waren. Denn von hieraus wurde das Quellwasser Richtung Wassertürme am Roten Tor geleitet, von wo aus es dann zu den Abnehmern in die Innenstadt gelangte (unter anderen zum Augustusbrunnen)Das Besondere ist, dass die Bach- und Kanallandschaft im Stadtwald Augsburg nahezu identisch ist mit der vor 300 Jahren und früher. Man kann also heute noch erkennen, wie die Augsburger Wasserbauer in jener Zeit gedacht und gehandelt haben. Unserer Meinung nach müssen die Stadtwaldbäche konsequenter Weise Teil des Augsburger UNESCO-Welterbe-Ensembles werden!

In vier Jahren könnte Augsburg Welterbe-Stätte sein. Das Wasser spielt eine große Rolle. Einst wie heute.

Augsburgs Wasserversorgung war schon zu Römerzeiten außergewöhnlich. Dies hat sich über die Jahrhunderte hinweg nicht geändert. Deshalb bewirbt sich die Stadt mit ihrer historischen Wasserwirtschaft nun auch um den Unesco-Welterbe-Titel. Die erste Runde ist bereits geschafft: 2018 kann Augsburg im Welterbe-Zentrum Paris seine Bewerbungsunterlagen einreichen. 2019 könnte es den Titel haben.

Zu den außergewöhnlichsten Denkmälern der Wasserwirtschaft gehören unter anderem die Wassertürme am Roten Tor und die Wasserkraftwerke wie das am Hochablass. Doch auch die Bäche und Kanäle im Stadtwald sollten dazugezählt werden. Der Landschaftspflegeverband will sich deshalb dafür einsetzen, das Thema im Rahmen der Bewerbung stärker in den Vordergrund zu rücken.

Heute Vormittag wurde am Schleusenhäuschen nahe des Botanischen Gartens eine von drei Infotafeln aufgestellt. Erklärt wird, was es mit dem Bachsystem auf sich hat, warum Augsburg einst getrennte Kanalsysteme für Quell- und für Lechwasser hatte und welche Einrichtungen noch heute ihr Wasser aus den Bächen beziehen. Die Tafeln sind teil eines umfassenden Informationssystem, das der Landschaftspflegeverband in den vergangenen Jahren im Stadtwald eingerichtet hat.

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