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Augsburg

03.04.2019

Was die Bürger in Göggingen ändern würden

Diese Außentreppe an der Schubertschule in Göggingen sorgte beim Stadtteilgespräch für Diskussionen.
Bild: Peter Fastl

Die Stadtspitze hat die Bürger über neue Entwicklungen informiert und sich Wünsche, Sorgen und Anregungen angehört. Nicht alles wird umsetzbar sein.

So vielfältig wie das Leben im Stadtteil, so vielfältig waren auch die Wünsche und Sorgen der Gögginger, die sie im Stadtteilgespräch in der Hessingburg mit der Stadtspitze teilten. Auf ihrer Tour durch die Stadtteile machten Oberbürgermeister Kurt Gribl, Bürgermeisterin Eva Weber, Bürgermeister Stefan Kiefer und die städtischen Referenten in Göggingen Station.

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Dass künftig die Stadtteilbücherei in die Räume von „Picks Raus“ neben der Stadtsparkasse an der Bgm.-Aurnhammer-Straße ziehen wird, nahmen die Anwesenden wohlwollend zur Kenntnis. Mehr Erregung gab es allerdings bei der Frage, was aus der Postfiliale wird, die derzeit noch in dem Sonderpostenmarkt untergebracht ist. Mehrere Teilnehmer machten deutlich, wie wichtig die Poststelle für den Stadtteil ist. „Die Stadt soll also mit der Post Kontakt aufnehmen und Vorschläge machen, wo eine neue Poststelle gut unterkommen könnte?“, hakte Gribl nach. „Der Auftrag ist angekommen“, so der OB.

Gerüsttreppen der Franz-Schubert-Schule in der Kritik

Die Gerüsttreppen der Franz-Schubert-Schule an der Von-Cobres-Straße machten das Schulgebäude nicht gerade hübscher, war ein Punkt, der an diesem Abend zur Sprache kam. Wie lange diese Notlösung an der Schule stehen bleiben müsse und ob man sie nicht beispielsweise durch eine bedruckte Plane schöner machen könne, wollten Teilnehmer wissen. „Wir würden gern auf die Gerüsttreppen verzichten“, sagte Bildungsreferent Hermann Köhler.

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Die Treppe sei dem Brandschutz geschuldet. Und weil es schnell gehen musste, war ein Gerüst die einzige Möglichkeit. Bis zu einer Sanierung der Schule werde es stehen bleiben müssen. Während Köhler einer Abdeckung aus Kostengründen eine Absage erteilte, versprach der Oberbürgermeister, den Preis für eine entsprechende bedruckte Plane zumindest einmal kalkulieren zu lassen.

Bleiben die Krautgärten an der Singold den Göggingern erhalten, oder steht dort bereits ein Investor für weitere Bebauung in den Startlöchern, wollte ein Gögginger wissen. Es gebe keinen Antrag und kein Baurecht für dieses Gebiet, sagte dazu Baureferent Gerd Merkle. Ein Vorentwurf eines Interessenten sei 2016 im Bauausschuss einstimmig abgelehnt worden. „Es gibt keine Bestrebungen in dieser Richtung“, beruhigte Merkle.

2020 stehen für das Gögginger Hallenbad 1,5 Millionen Euro zur Verfügung, berichtete Sportreferent Dirk Wurm. Damit werde das Bad Stück für Stück saniert. Unter anderem stehen das Dach, Duschen und Umkleiden sowie der Brandschutz auf dem Programm. Trotzdem antwortete er auf die Frage: „Können Sie zusagen, dass das Gögginger Bad erhalten bleibt?“ mit dem Satz: „Wenn es der Stadtrat so beschließt.“ Hintergrund der Frage sind Überlegungen, eine neue Schwimmhalle mit 50-Meter-Becken zu bauen. In diesem Fall könnte das Gögginger Hallenbad überflüssig werden. Wurm bekräftigte aber, dass nach heutigen Planungen niemand vorhabe, das Bad zu schließen.

Zum Luftbad gibt es immer noch nichts Neues

Zum Luftbad und den Planungen des Wasserwirtschaftsamtes zu einem Deich gibt es noch immer nichts Neues zu vermelden, sagte Umweltreferent Reiner Erben. Eine Zuhörerin wollte wissen, was die Pläne für die Liegeflächen, aber auch für die Bäume und den Holzzaun im Nordosten des Geländes bedeute. Derzeit sei die Untere Wasserrechtsbehörde dabei, die Pläne zu erarbeiten.

Das Wasserwirtschaftsamt hätte Interesse daran, eine möglichst große Überschwemmungsfläche für den Hochwasserschutz zu schaffen. Nach den aktuellen Plänen werde der Damm dort verlaufen, wo jetzt die Bäume und die Liegen seien. Es werde eine Veränderung geben, „aber nicht so gravierend, dass der Charakter des Luftbades verändert wird“, so Erben. Er verwies darauf, dass der Deich nur maximal 40 Zentimeter hoch werden solle. Aus dem Publikum gab es dazu Widerspruch – ein derartiger Eingriff sei einschneidend. „Bitte bedenken Sie, was wirklich notwendig ist“, bat die Zuhörerin.

Zu wenig Papierkörbe an Teilen der Wertach beklagte eine weitere Frau. Wenn sie mit ihrem Hund dort spazieren gehe, seien die wenigen Müllbehälter überfüllt. Dazu sagte Umweltreferent Erben, von der Kulperhütte nach Norden habe man bereits nachgebessert – in Richtung Süden werde man sich des Themas annehmen.

Auch der Straßenverkehr durch Göggingen war mehrfach Thema. Unter anderem kam die Anregung, die Tempo-30-Zonen vor den Kindergärten nachts außer Kraft zu setzen. Dem erteilte Baureferent Gerd Merkle eine klare Absage. Es müsse jederzeit klar sein, wie schnell dort gefahren werden darf. „Ich halte es nicht für glücklich, wenn der Autofahrer auf die Uhr schauen muss, ob er gerade 30 oder 50 Stundenkilometer schnell fahren darf“, so der Referent.

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