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Augsburg

23.01.2019

Was die neue Kindertagesstätte bietet

In Hochzoll-Süd arbeiten Handwerker an den letzten Feinheiten des Millionen-Projekts.

Hier und da sind Handwerker noch mit letzten Feinheiten beschäftigt, während direkt daneben schon Kinder von ihren Eltern abgeholt werden. Kurz nach Jahresbeginn hat der Pfarrer der Auferstehungskirche, Benjamin Lorenz, den sanierten und umgebauten Kindergarten eröffnet, auch wenn die Arbeiten nicht ganz abgeschlossen sind. „Wegen der großen Nachfrage musste unsere zweite Krippengruppe so schnell wie möglich starten“, sagt er dazu, „und nach eineinhalb Jahren Bauzeit wollten wir auch wieder rein.“ Im Frühjahr werden als letzte Maßnahme die Außenflächen hergerichtet.

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Der Bau aus dem Jahr 1971, ursprünglich geplant von Architekt Hans Schrammel, musste modernisiert werden; daran führte kein Weg vorbei. Es wurde ein 2,5-Millionen-Euro-Projekt daraus. Aber die Kirchengemeinde hat nicht abgerissen und neu gebaut. Architekt Stefan Hiendl verfuhr gleichsam nach dem Bibelwort: „Prüfet alles, das Gute aber behaltet.“ Das Haus wurde gemäß heutigen Anforderungen an Wärme- und Akustikdämmung ertüchtigt, die Funktionalität der Räume wurde, wo nötig, verbessert. Aus dem Kellergeschoss wurde ein helles Souterrain. Dabei wurden ökologische Baustoffe verwendet, und die Photovoltaikanlage auf dem Dach wurde ausgebaut.

Farbe bringen die Kinder selbst rein

„Es geht um eine Wertschätzung für das, was da ist“, erläuterte Hiendl bei dem Rundgang mit unserer Zeitung, „und die Kinder sollen sich wohlfühlen mit Naturmaterialien, mehr Licht und mehr Luft.“ Die Räume sind nicht kunterbunt geworden, wie man das bei einer Kita vielleicht erwartet. Aber das ist so beabsichtigt. „Farbe bringen die Kinder selbst ein“, sagte Hiendl.

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Entsprechend den Wünschen vieler Eltern können die Kinder jetzt auch in der Kita zu Mittag essen. Im Untergeschoss wurde eine Vollküche eingebaut, daneben ein Speiseraum eingerichtet. Wie der genutzt wird, steht aber nach den Worten von Kitaleiterin Irmgard Bissinger noch nicht fest. Es passt auch nur ein Teil der Kinder hinein. In der Regel essen sie in ihrem Gruppenraum, der Speisesaal kann zu besonderen Anlässen genutzt werden. Im Keller gibt es jetzt auch eine Kinderküche, wo die Kleinen an einem richtigen Herd kochen lernen können.

Eingeführt wurde ein Hausschuh-Bereich

Wichtig ist auch der neu geschaffene Aufzug. Die Mitarbeiterinnen müssen also die Speisen nicht die Treppe zu den Gruppenräumen hinauftragen. Zudem können auch körperbehinderte Kinder die Kita besuchen, was bisher nicht möglich war. Eingeführt wurde ein Hausschuh-Bereich. Da die Gruppenräume mit hochwertigem Holzfußboden ausgestattet sind, muss jeder Besucher, ob groß oder klein, am Rand der Holzfläche seine Schuhe ausziehen. Bissinger hat beobachtet, wie die Kinder, die das innerhalb kürzester Zeit gelernt haben, dazu dann auch ihre Eltern anhielten: „Mami, du darfst hier nicht mit Schuhen …!“

Ein großes Manko wurde schon eingangs beseitigt: Früher betrat man nämlich den Kindergarten von Süden her quasi durch den Toilettenraum. Jetzt sind Sanitärräume und der Eingang getrennt. Die bemerkenswerteste Neuerung sind aber Zwischenebenen in den drei Kindergarten-Gruppenräumen. Diese Idee von Hiendl ist für die Auferstehungsgemeinde bares Geld wert. Dadurch vergrößerte sich nämlich die Gesamtfläche der Kita. Sie erhält so höhere staatliche Zuschüsse. Für die Kinder ist das zusätzliche Spielfläche. Pfarrer Lorenz hat damit das größte Platzangebot pro Kind in der Region.

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