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Augsburg

27.06.2017

Was die neue Präsidentin mit der Hollaria vorhat

Anja Müller trägt nicht nur eine neue Kette, sondern als Hollaria-Präsidentin auch viel Verantwortung. Ihr Vorgänger Georg Rehm freut sich mit seiner Nachfolgerin
Bild: Peter Fastl

Nach 20 Jahren an der Spitze gibt Georg Rehm sein Amt ab. Warum Anja Müller etwas länger überlegen musste, ob sie seine Nachfolgerin werden soll.

Herr Rehm, warum stellten Sie sich nicht mehr für das Amt des Hollaria-Präsidenten zur Verfügung?

Georg Rehm: Wir brauchen an der Spitze eine Verjüngung. Vieles ändert sich. Facebook und WhatsApp werden immer wichtiger, da bin ich nicht so affin. Frau Müller hat die besten Erfahrungen. Sie hat viele Jahre die Kinder- und Jugendgarde geleitet. Außerdem war sie meine Stellvertreterin.

Frau Müller, als Sie gefragt wurden, ob Sie das Amt übernehmen würden, waren sie sich gleich im Klaren?

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Anja Müller: Nein, ich habe ein Vierteljahr mit mir gerungen. Anfangs überlegte ich, ob ich die vielen Aufgaben schaffe. Dann steckte ich ab, ob das Team auch hinter mir stehen würde. Denn alleine kann man so einen Verein nicht führen.

Nichts zu verlieren

Was war letztendlich ausschlaggebend für Ihre Zusage?

Müller: Ich wusste, dass die Hollaria Georgs Baby ist. Ich versetzte mich in seine Lage und fragte mich, wie es für ihn sein muss, wenn jemand so umeinander überlegt wie ich. Dann sagte ich mir, ich habe ja nichts zu verlieren.

Inwieweit werden Sie Frau Müller in ihrem neuen Amt unterstützen?

Rehm: Wenn Bedarf besteht, stehe ich mit Rat und Tat zur Seite. Aber einmischen werde ich mich nicht. Das wäre blöd.

Eine Frau an der Spitze einer Faschingsgesellschaft, ist das ungewöhnlich?

Rehm: In Augsburg und Umgebung schon. Die Perlachia hatte mal vor einigen Jahren eine Frau an der Spitze. Ansonsten ist mir nur die Paarthalia aus Aichach bekannt.

Als Frau an der Spitze

 Flößt Ihnen das jetzt besonderen Respekt vor dem neuen Amt ein, Frau Müller?

Müller: Nein, deswegen werden meine Aufgaben auch nicht mehr oder weniger. Aber natürlich fühle ich mich geehrt, als Frau an der Spitze zu stehen.

Was nehmen Sie sich als Präsidentin für Ihre Amtszeit vor?

Müller: Oberste Priorität ist für mich, das Level zu halten. Ich werde aber auch im Verein abfragen, wo der gemeinsame Weg hingehen soll und ob zum Beispiel mehr die sozialen Medien ins Boot geholt werden müssen.

Rehm: Es ist ja auch nicht so, dass jeder Fasching unter mir granatenhaft war. Unser Verein lebt von lauter Freiwilligen. Da hängt es immer von jedem Einzelnen ab, ob er mitzieht oder zickt. Momentan zum Beispiel haben wir eine traumhafte Garde von 30 Erwachsenen.

Die Chefs stehen dahinter

Frau Müller, was machen Sie beruflich?

Müller: Ich leite die Verwaltung in einem Werbefotografie-Studio in Königsbrunn. Meine beiden Chefs stehen dahinter, dass ich mich bei der Hollaria so engagiere.

Werden Sie als Hollaria-Präsidentin auf den Veranstaltungen ein besonderes Outfit tragen?

Müller: Nein, da ich schon stellvertretende Vorsitzende war, bleibt es bei dem roten Präsidiumskleid. Allerdings werde ich künftig die Präsidentenkette tragen.

Rehm (zu Müller): Da werden wir eine Zartere anfertigen lassen, sonst machst du mit dem schweren Ding dein Kleid kaputt.

Müller (lacht): Außerdem muss dann Präsidentin darauf stehen.

Herr Rehm, wie schlimm ist es, nach 20 Jahren nicht mehr Präsident der Hollaria zu sein?

Rehm: Es fiel mir nicht so schwer, wie ich befürchtet hatte. Das liegt daran, dass ich weiß, das Amt ist in guten Händen.

Interview: Ina Kresse

Motto: In der nächsten Faschingssaison bringt das neue Motto die Hollaria nach Kuba. Der Gala-Ball findet am 9. Februar 2018 in der Kongresshalle statt.

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