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Wetter

25.01.2019

Was gegen die Kälte hilft

Landwirt Stefan Happacher hat kein Problem mit der Kälte. Er sei ein Naturmensch und lebe mit der Witterung.
Bild: Kristina Beck

Landwirt Stefan Happacher kann die momentane Witterung nichts anhaben. Er hat vorgesorgt. Friedhelm Bechtel von der Berufsfeuerwehr gibt Tipps gegen gefrierende Leitungen

Der Blick auf den Bauernmarkt auf dem Stadtmarkt trügt. Die Stände wirken leer, die Hütten sind allesamt mit Planen bedeckt. Kein Händler scheint sich bei diesen kühlen Temperaturen in seinen Stand zu wagen. Mit einer Ausnahme: Stefan Happacher aus Rehling. Der Landwirt trotzt in seiner Hütte der Kälte. Er empfindet die Kälte als durchaus gewöhnlich. Zum einen habe er seinen Stand vor zehn Jahren eigenhändig isoliert, zum anderen sei er ohnehin ein Naturmensch. „Ich lebe mit der Witterung. Ich bin Landwirt.“ So steht er mittwochs, freitags und samstags bei Wind und Wetter von sechs bis 16 Uhr in seiner Hütte und verkauft Eier, Äpfel, Kartoffeln und Zwiebeln.

Die Kundschaft, die während des gesamten Gesprächs nicht abreißt, weiß es ihm zu danken. Ein Stammkunde kann die ganze Aufregung um das Wetter ohnehin nicht nachvollziehen: „Es ist halt Winter. Ein Jäckchen und dann passt’s.“

Schutz vor Kälte bringt aber nicht nur die richtige Klamotte: Ein Saunabesuch wärmt nicht nur den Körper, sondern bringt auch das Immunsystem auf Trab – und gehört zu den beliebtesten Winteraktivitäten überhaupt. Davon berichtet auch Sabine Riemer, Pächterin des kleinen Bistros und Empfangskraft der Saunawelt in Lechhausen. „Wenn es kälter wird, dann kommen die Gäste. Und es ist nicht nur Stammkundschaft.“

Die Kälte berge aber auch Risiken, weiß Friedhelm Bechtel von der Berufsfeuerwehr Augsburg. Er weist auf die erhöhte Gefahr von gefrierenden Leitungen hin. Um dies zu vermeiden, soll man vor dem Winter alle Leitungen entleeren und entlüften. Die Heizung sollte bei Abwesenheit auf das Frostwächter-symbol gedreht werden. Sollten die Rohre dennoch einfrieren, gilt es, sie vorsichtig mit einer Wärmflasche oder einem Fön aufzutauen. Bei den aktuellen Temperaturen, sei die Gefahr allerdings gering.

Jürgen Schmidt, Diplom-Meteorologe vom Wetterdienst „Wetterkontor“, hält die aktuellen Temperaturen für einen Winter normal. Für ihn gibt es einen Grund für die subjektive Empfindung, die bei den Leuten vorherrsche, es würde sich um einen starken Kälteeinbruch handeln. Man habe sich an das milde Wetter vom November und Dezember gewöhnt. Mit dem plötzlichen Schneeeinbruch Mitte Januar sei der Stressfaktor, was das Wetter betrifft, hochgegangen und hielte bis jetzt an. Die jetzige Situation stuft er als verhältnismäßig ein: „Es ist zwar winterlich, aber es ist keine Kältewelle.“

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