Newsticker

Die Linke sagt ihren Parteitag wegen Corona ab
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Was ist ein Schippedupfer?

Amateurbühne

15.05.2015

Was ist ein Schippedupfer?

Der „Saxn-Sammer-Sirtl“ (Rudolf Sandner) treibt allerlei Schabernack mit Wirtstochter „Suise“ (Sabine Quintero).
Bild: Ruth Plössel

Theatergesellschaft Fidelio unterhält das Publikum mit einem Stück von Peter Landstorfer

Auf der Bühne herrscht Aufbruchstimmung. „Auf geht’s zum Schippedupfen“, freuen sich die Männer. Handelt es sich dabei um eine Sportart? Oder doch nur um ein Trinkgelage? Das Stück der Theatergesellschaft Fidelio beginnt mit dem Ausflug der Herren zum mysteriösen Schippedupfen, zeitgleich machen sich die Frauen zu einer Wallfahrt auf. Was nur der Pfarrer weiß: Die Gattinnen begeben sich auf amouröse Abwege zu ihren Kurschatten. Auch die Männer schummeln, um damit von ihrer Zechtour und dem „Gschpusi“ einer ihrer Kumpane abzulenken.

Zum Schluss stellt sich die Affäre als erfunden heraus. Und nur der Siegerpokal des Schippedupfens muss gestohlen werden, um vor den Frauen glaubwürdig zu erscheinen. Aber auch das fliegt auf.

Die Schauspieler der Theatergruppe Fidelio geben dem Stück „Da Schippedupfer“ von Peter Landstorfer eine gewisse Leichtigkeit. Besonders Walter Schicker beherrscht den oberbayerischen Dialekt so gut, als wäre er dort aufgewachsen. Der Zungenschlag liegt dem Schauspieler: „Ein bayerisches Stück macht Spaß. Es ist aus dem Leben und lässt sich leicht improvisieren.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Der gesamten Truppe ist der Spaß am Spielen anzumerken. Sie bezieht das Publikum ins Geschehen mit ein und bringt es immer wieder zum Lachen. Schicker, der auch Regie führt, weiß: „Das ist die Kunst des Spielens, aus jeder noch so schwierigen Situation etwas herauszuholen.“

Vier Monate arbeitete die Gruppe an dem Stück, in der Endphase sogar mehrmals die Woche. „Wir opfern Freizeit für die Proben.“ Schicker und seine Leute tun das aber gerne. In der Gruppe herrsche spürbare Harmonie.

Am Ende hat es sich gelohnt, das Publikum ist begeistert. Immer wieder lassen die Akteure auf eine Auflösung des Begriffs hoffen: „Also a Schippedupfer, des is... ah na, des dauert jetzt zu lang.“

Somit gehen die Zuschauer am Ende des unterhaltsamen Stücks nach Hause, ohne dem Schippedupfen auf die Spur gekommen zu sein. Klar ist aber: Die Theatergesellschaft Fidelio besteht aus passionierten Akteuren, die ein Händchen für gelungene Unterhaltung haben.

Das nächste Stück der Gruppe soll im Februar Premiere haben. Dann steht eine Boulevard-Komödie auf dem Spielplan. „Wir treten jetzt ein wenig kürzer, damit die Leute wieder neugierig sind auf unsere Aufführungen“, so Walter Schicker.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren