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Gaswerk-Areal

05.04.2017

Was macht der Bagger im Ofenhaus?

19 Meter hoch ist das Ofenhaus im Gaswerk-Gelände. Ein Bagger findet hier genügend Platz. Im Erdgeschoss dieses Gebäudes wird künftig ein Restaurant angesiedelt.
Bild: Silvio Wyszengrad

Die Arbeiten für den Einzug des Theaters und eines Lokals in diesem Gebäude laufen. Bis zur Fertigstellung dauert es noch eine Weile.

Die Bagger auf dem Gaswerk-Areal in Oberhausen sind vorgefahren. Draußen und drinnen. Ein wahrnehmbares Zeichen, dass auf dem lange Zeit brachliegenden Gelände sich Außergewöhnliches tut. Abgesehen von einzelnen Festen war hier in den zurückliegenden Jahren nichts geboten. Das wird nun alles ganz anders. Die Stadtwerke bauen das Gelände zu einem Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft um. Im ersten Abschnitt werden dafür 23 Millionen Euro investiert.

Interimsspielstätte kommt ins Ofenhaus

Das Theater wird auf dem Areal vorübergehend eine Bleibe finden. Künstler, die jetzt noch im Kulturpark West in Pfersee sitzen, sollen zudem ein dauerhaftes Domizil in Oberhausen finden. Bis zum Einzug dauert es allerdings noch eine Weile. Im Sommer 2018 soll für das Theater alles geebnet sein. Die Interimsspielstätte wird dann im Ofenhaus untergebracht sein. Es handelt sich um den „Umzug“ der Brechtbühne, die in großen Zügen im Gaswerk wieder aufgebaut werden soll. Platz für 240 Besucher soll geschaffen werden. Zugleich wird im Ofenhaus ein großes Restaurant als Ankermieter die Gäste bewirten. Das Lokal, dessen Pächter noch nicht feststeht, liegt im 19 Meter hohen Raum.

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Parkhaus mit 370 Stellplätzen

Neben dem Ofenhaus entsteht ein Neubau mit sechs Etagen. Das Theater wird hier viele Räume nutzen, eine Etage ist zunächst für Künstler des Kulturparks vorgesehen. Des Weiteren entsteht ein Parkhaus mit 370 Stellplätzen. Der Baubeginn ist für September 2017 vorgesehen. Im Ofenhaus wird dagegen bereits gearbeitet, ebenso haben die Bauarbeiten für das neue Gebäude begonnen.

In der Stadtratssitzung verkündete Stadtdirektor Hermann Weber, der für die Stadt die Umsetzung managt, dass der Zeitplan einzuhalten ist. Beim Umzug des Kulturparks werde es drei Abschnitte geben. Die ersten Künstler sollen bereits im Herbst 2018 die Räume nutzen, im Jahr 2019 gebe es dann zwei weitere Umzugstermine.

Tatjana Kocher und Hans Koch sind die beiden Planer der Stadtwerke, die den Bau koordinieren. Im Gegensatz zu manchen anderen Großprojekten in Augsburg ist die Augsburger Gesellschaft für Stadtentwicklung (AGS) beim Umbau auf dem Gaswerk-Areal nicht beteiligt. Die AGS ist ein Tochterunternehmen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (WBG). Die Stadtwerke wollen das Areal, das 15 Jahre lang im Dornröschenschlaf gelegen ist, mit Leben erfüllen. Seit Stilllegung des Gaswerks 2001 haben die Stadtwerke jährlich rund 500000 Euro in den Erhalt der Gebäude gesteckt. Dazu kam die Altlastensanierung, die Anfang 2016 mit der letzten und größten Maßnahme für rund 3,4 Millionen Euro abgeschlossen wurde. Für die gesamte Entwicklung des Areals, die in zwei Bauabschnitten geschehen soll, ist von einem Investitionsbetrag von rund 50 Millionen Euro die Rede.

Gastronomie wird ausgeschrieben

Unterdessen sind die Stadtwerke in einem anderen Punkt, der die künftige Nutzung des Areals betrifft, ebenfalls einen Schritt weiter. Für das Reinigerhaus, ein bestehendes Gebäude, wird ein Gastronom gesucht. Die Ausschreibung ist in den kommenden Wochen von einer extra dafür beauftragten Kanzlei vorbereitet worden. Die Auswahl unter den Bewerbern erfolgt dann in zwei Verfahrensschritten.

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