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13.07.2010

Was soll ich nur studieren?

Mir ging es so wie vielen Abiturienten. Ich wusste zwar, dass ich studieren will. Aber ich wusste nicht was. Also machte ich die Odyssee durch die Instanzen der Studienberatung. Hier meine Erfahrungen.

Daheim Frühjahr 2010. Das Abitur rückt näher und im gleichen Maße kommt die Frage nach dem richtigen Studiengang auf. Was tun? Informationen müssen her. Mein Schreibtisch sieht wüst aus: Infoflyer, Blätter, Bücher zum Studium.

Uni-Infotag Der Informationstag steht an und im Zuge meiner Suche nach dem richtigen Studium für mich begebe ich mich in die Hörsäle der Universität. Aus dem reichen, jedoch sich teilweise überschneidenden Programm suche ich mir, da ich mich nicht aufteilen kann, einige interessant scheinende Vorlesungen heraus. Deutsch hört sich nicht so prickelnd an, Englisch verpasse ich, Geschichte ist überfüllt und nur in der Europäischen Kulturgeschichte fühlt es sich bei nur 20 Zuhörern und einem deshalb leicht irritiert wirkenden Vorträger gemütlich an. Am Ende des Tages sitze ich im Nest der gesammelten Broschüren und brüte an meiner Studienwahl herum. Resultat: Da gibt es viele tolle Sachen, aber was ist jetzt das Passende?

Uni-Studienberatung Mit einigen mehr oder weniger durchdachten Ideen und einer langen Liste der Dinge, die ich nicht machen will oder kann, sitze ich vor dem Berater. Meine Hoffnung ist, dass ich am Ende weiß, was ich studiere, wenn es Herbst ist und das Wintersemester beginnt. Auf seine Frage "Was stellen Sie sich denn so vor?" werfe ich ein paar Brocken wie "nix Naturwissenschaftliches" oder "Geschichte würd' mich schon interessieren" hin. Mehr nicht. Ich bin ja schließlich da, weil ich mir nichts vorstellen kann. Nach einem langen "Hmmmm" vonseiten des netten Beraters stöpsle ich weiter hilflos in der Gegend rum und rette mich auf die Frage nach Latein im Studium, die er mir knapp erläutert. Mit ein paar neuen Blättern und keinen neuen Ideen bedanke ich mich schließlich. Resultat: ein Satz mit X, das wahr wohl nix. Also neuer Ort, neues Glück.

Was soll ich nur studieren?

Arbeitsagentur Wunder über Wunder: Nach ein paar einschränkenden Fragen seitens der Beratung hinsichtlich meiner Wünsche und Fähigkeiten - nein, nicht Mathematik - zaubert die nette Dame einige Flyer hervor, die ich schon von der Uni kenne. Ausführlich erläutert sie mir die Vorteile jedes Studiums auch im Hinblick auf meine Berufswünsche. So werde ich dann schließlich fündig. Der Arbeitsagentur sei Dank. Nicht vergessen: Die Beraterin muss ich gleich meinen Freunden weiterempfehlen.

Online Jetzt beginnt der letzte Schritt: die Online-Bewerbung an der Uni. Ein einfacher, letzter Schritt will man meinen. Aber Pustekuchen. Abgesehen von gewissen Computerproblemen nehme ich die anfänglichen Hürden - Name, Alter, etc. - mit Leichtigkeit. Das gewählte Studienfach (Europäische Kulturgeschichte) samt Nebenfach (Geschichte) ist auch leicht zu beantworten.

Aber dann: Habe ich jetzt ein HF + NF (Hauptfach und Nebenfach) oder nur HF? Und in welchem Fach möchte ich später mal wählen. Und vor allem: was wählen?

Alle Fragen kann man sich glücklicherweise dank kleiner Fußnoten ableiten, aber man merkt gleich: Entschuldigungszettel fürs Sekretariat ausfüllen, das war einmal. Glückselige Schulvergangenheit. Immerhin: Mein Schreibtisch ist am Ende der Suche aufgeräumt. Und im September geht's zur Einschreibung an die Uni, dann erst habe ich mein Studium sicher.

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