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Augsburg

15.07.2019

Waschanlagenbauer WashTec leidet unter Turbulenzen

Bei der modernen Autowäsche setzt man auch auf Lichteffekte.
Bild: Ulrich Wagner

Für den Augsburger Waschanlagenbauer WashTec laufen die Geschäfte nicht wie erhofft. Die Firma plant in verschiedenen Bereichen Einsparungen.

Zu Beginn des Jahres war die Chefetage des Augsburger Waschanlagenherstellers WashTec noch optimistisch und kündigte den Aktionären bei der Hauptversammlung ein deutliches Wachstum von Umsatz und Ergebnis für das Jahr 2019 an – obwohl der Jahresauftakt bereits gedämpft verlaufen war. Der Umsatz stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur leicht – von 91,5 Millionen Euro auf 92,3 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern halbierte sich ungefähr auf 2,6 Millionen Euro.

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Augsburger Unternehmen korrigiert Ziele

Jetzt muss das Unternehmen aufgrund der Halbjahresbilanz die ambitionierten Ziele korrigieren. Wie es in einer Mitteilung heißt, beläuft sich der Umsatz im ersten Halbjahr vorläufigen Zahlen nach auf rund 199 Millionen Euro. Das vorläufige Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird mit 9,2 Millionen Euro angegeben.

Während der Umsatz nur rund eine Million unter Vorjahreswert liegt, bricht der Gewinn um fast 50 Prozent ein (2018: 18,3 Millionen Euro). Auch der Auftragsbestand liegt leicht unter jenem des Vorjahrs, heißt es weiter.„Aufgrund der aktuellen Zahlen passen wir daher unsere Prognose für die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis an“, sagt Vorstandsmitglied Karoline Kalb. Man strebe dennoch weiter eine stabile Umsatzentwicklung bei einer EBIT-Rendite von mindestens zehn Prozent an.

Waschanlagenbauer WashTec leidet unter Turbulenzen

Washtec: Keine strukturelles Problem

Großen Wirbel will Kalb um diese Entwicklung nicht machen. Es stecke kein strukturelles Problem dahinter, vielmehr habe man das Bestellverhalten der Kunden anders eingeschätzt. „Viele unserer Kunden haben in diesem Jahr ihre Budgets sehr spät festgezurrt. Entsprechend kamen Aufträge später als gedacht oder erst im zweiten Halbjahr“, so Kalb.

Im zweiten Halbjahr werde man einiges aufarbeiten können, aber nicht mehr das ursprünglich angestrebte Wachstum von über fünf  Prozent im Gesamtjahr erreichen können. Daher sei die Prognosekorrektur nach unten eine logische Konsequenz.

Firma: Keine Sorge um Standort Augsburg

Obwohl die Führung keine strukturelle Krise sieht, will sie dennoch den Geschäftsbetrieb optimieren. Es wird Einsparungen in verschiedenen Bereichen geben. „Man muss bei einer Konferenz an einem anderen Standort nicht immer live dabei sein. Manches lässt sich auch gut via Videokonferenz lösen“, nennt Kalb einen Punkt, an dem gespart werden soll.

Dazu wurde der Posten des Vorstandsvorsitzenden geschaffen, zu dem bis Ende des Jahres Günter Blaschke, Vorstandsvorsitzender des Aufsichtsrat, bestellt wurde. Im Vordergrund seiner Aktivitäten werde die Umsetzung des Optimierungsprogramms stehen, heißt es in einer Pressemeldung. Am Januar übernimmt dann Ralf Koeppe die Position des CEO. Zusätzlich zu seiner Position als Technikvorstand, die er seit 1. Juli bei Washtec inne hat.

Um den Standort Augsburg müsse man sich bei all dem keine Sorgen machen, sagt Karoline Kalb. „Wir stehen zum Standort und sind ein hochprofitables Unternehmen“, so das Vorstandsmitglied.

Lesen Sie auch: Autowäsche per App: Washtec will Anlagen digitaler machen

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