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Welterbe: Die Stadt darf jetzt schon stolz sein

Kommentar Von Nicole Prestle
31.05.2018

Nicole Prestle beleuchtet, was die Welterbe-Bewerbung der Stadt bringt - unabhängig davon, ob Augsburg den Titel bekommt.

Die Stadt Augsburg hat ein Ziel vor Augen: Ab nächstem Jahr möchte sie sich mit dem Titel Welterbe schmücken. Eine klingende Auszeichnung, die überregional Aufmerksamkeit und in der Folge mehr Touristen bringen könnte.

Doch man würde es sich zu einfach machen, schielte man nur auf den Eindruck, den man als Welterbe-Stätte über die Grenzen hinaus erweckt. Auch für das Selbstwertgefühl der Bürger wäre der Titel besonders. Der große Nachbar München ist kein Welterbe, Nürnberg auch nicht. Augsburg dürfte endlich ganz offiziell stolz sein auf das, was es im Reigen der drei größten bayerischen Städte einzigartig macht.

Die Bedeutung des Themas Wasser ist ja nicht neu. Es spielte bereits eine Rolle, als Augsburg Anfang der 2000er Jahre unter Kulturreferentin Eva Leipprand Kulturhauptstadt werden wollte. Damals hatte man erkannt, dass Wasser nicht nur zum Aufstieg dieser Stadt beitrug, sondern dass es auch in Zukunft Debatten darüber geben wird. Der freie Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle, durch den Klimawandel hervorgerufene Überschwemmungen einerseits und die Austrocknung mancher Landstriche andererseits – dies alles wird die Weltgemeinschaft noch vor Herausforderungen stellen.

Augsburg könnte, erhält es den Titel, diesen Aspekt ins Auge fassen und sich zum Austragungsort zum Beispiel für themenbezogene Symposien mausern. Was aber auf keinen Fall geschehen sollte: Dass sich die Stadt und ihre Bürger enttäuscht zurückziehen, sollte es mit der Ernennung zum Welterbe nicht klappen.

Denn dass die Wasserversorgung in der Stadt einzigartig ist, hat Augsburg auf dem Weg der Bewerbung inzwischen von vielen Seiten bestätigt zu kommen. Es darf also schon jetzt stolz sein – mit oder ohne Titel.

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