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Augsburg

07.12.2020

Welterbe: In Augsburg soll das Thema Wasser stärker in den Fokus rücken

Augsburg ist wegen seines historischen Wassermanagements seit 2019 Unesco-Welterbestadt.
Bild: Ulrich Wagner

Augsburg ist seit 2019 Welterbe-Stadt. Doch viel passiert ist seither nicht. Nun durften Bürger ihre Ideen einbringen, wie das Thema Wasser besser vermittelt werden kann.

Seit Juli 2019 ist Augsburg Unesco-Welterbestadt. Zu verdanken ist das dem einzigartigen und geschichtsträchtigen Wassermanagement-System. Weltweit gibt es 1121 solcher Stätten, davon acht in Bayern. In diesem Jahr kam aufgrund des Coronavirus keine neue Stätte hinzu. Der Titel soll der Stadt touristisch und wirtschaftlich unter die Arme greifen, doch viel passiert ist seither augenscheinlich nicht – nicht nur, aber auch wegen der Corona-Krise. Am vergangenen Samstag veranstalteten das Welterbe-Büro der Stadt und das Freiwilligenzentrum eine Ideenwerkstatt, wegen Corona fand diese digital statt. Dabei sollten Bürger unter dem Motto "Wasser - Leben - Bildung - Engagement!" in vier Diskussionsrunden ihre Ideen und Konzepte vorstellen. Hier ein Blick auf die Ergebnisse.

Viele Ideen für das Augsburger Wasser-Welterbe

Die Ideenwerkstatt ist einer von zahlreichen Bausteinen im Leitbild des Augsburger Managementplans, der zum Bereich "Bildung und Vermittlung des Welterbes" gehört. Der digitale Austausch wurde von vier Moderatoren geleitet, auch der neue Kulturreferent Jürgen Enninger nahm teil. Die Titel der einzelnen Thementische lauteten: "Das Welterbe sichtbar und erlebbar machen", "Welterbe – nur ein Titel?", "Wasser und Mensch" und "Wasser und Bildung". Insgesamt nahmen etwa 45 Personen an der rund 90-minütigen Diskussion teil.

Kann der Parkplatz am Stadtbad eines Tages Anlaufstelle für Besucher der Unesco-Weltstätte Wassermanagement in Augsburg werden?
Bild: Peter Fastl

In den Gruppen selbst wurden vielfältige Ideen eingebracht – manche davon bereits recht konkret. Die Ergebnisse dieser Veranstaltungen werden demnächst zusammengefasst und veröffentlicht werden. Sie sollen als Arbeitsgrundlage für konkrete Konzepte dienen. Eine der diskutierten Ideen kam vom Augsburger Kunsthistoriker Ulrich Heiß.

Heiß erklärte, von der ehemaligen Wassermechanik der Stadt habe sich wenig erhalten, es gebe aber einen geeigneten Ort um das Welterbe zentral spielerisch und museumspädagogisch erlebbar zu machen: Das Ölhöfle am Stadtbad, heute ein Parkplatz. Andere Orte seien denkmalpflegerisch zu sensibel und die an dieser Stelle verlaufenden Kanäle des Wassersystems würden das Gelände als "Aktionsfläche" geradezu ausweisen.

Weitere Ideenwerkstätten zum Augsburger Welterbe sollen folgen

Eine weitere Idee kam von Stadtführerin Gabi Theinert. Sie sagte, ihr würden Visualisierungen der wassertechnischen Errungenschaften, etwa eine archimedische Schraube, bei den Rundgängen fehlen – ob an den Kraftwerken oder dem Handwerkerhof.

Sie könne sich auch den Einsatz von virtueller Realität vorstellen, etwa im Zentrum der Welterbestätte – sofern dies irgendwann vorhanden sei. Weitere Ideenwerkstätten sollen folgen. Es sollen Vernetzungstreffen organisiert und in den kommenden Jahren das Augsburger Welterbe für eine möglichst breite Zielgruppe zugänglich und attraktiv gemacht werden.

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