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Augsburg

31.07.2016

Wenn die Historischen chillen und rocken

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2 Bilder
Roman und Gerda Keller genießen im Liegesuht auf der Chill-Out-Areal den Auftritt der Heavy-Metal-Band Dante. Auch historisch Gewandete zählen zu den Zuhörern.
Bild: Mateusz Roik

Ein neues Konzept soll das Stadtmauerfest zukunftsfähig machen. Wie es bei Besuchern und Teilnehmern ankommt.

Geschichte verpflichtet: Trotz der Hitze legt Werner Zimmermann, Chef des Stadtmauervereins, sein historisches Schützengewand inklusive Hut nicht ab. Sein Stellvertreter Werner Hartmann hingegen wuselt in Jeans und T-Shirt übers Festgelände. Auch wenn die beiden Männer den Dresscode unterschiedlich interpretieren, so brennen sie doch für ein und dieselbe Sache: Mit einem neuem Konzept und dem neuen Namen Stadtmauerfest wollen sie das einstige Wertachbrucker Thorfest zukunftsfähig machen.

In Liegestühlen entspannen

Neben der historischen Komponente können sich die Besucher im „Bereich der Vielfalt“ internationales Essen schmecken lassen und in der Chill-Out-Area in Liegestühlen entspannen. „Die Stadtmauer ist ein geschichtlicher Ort, aber auch ein Ort der Begegnung für Jung und Alt, für Reich und Arm und für alle Nationalitäten“, sagt Hartmann. Letztlich, so die Organisatoren, öffne sich das Fest auch einer breiteren Zielgruppe.

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Und wie es scheint, kommt die Neuausrichtung an. Tanja Dachs von der Gruppe Augustana räumt ein, dass sie der Neuausrichtung zunächst mit Skepsis begegnet sei. „Doch die verschiedenen Bereiche fügen sich gut ineinander.“ Das zeigt sich auch bei einem Streifzug über das weitläufige Areal. Junge Flüchtlinge haben sichtlich Spaß an den deftigen Szenen des Renaissance-Theaters Augsburg. Auf der anderen Seite lümmeln historisch Gewandete lässig im Liegestuhl und hören den rockenden Musikern der Gruppe Dante zu.

„Sommer am Kiez“ ist umgezogen

Dort vor der Bühne ist auch Jürgen Gebhardt vom Verein Kuki anzutreffen, der die Auftritte von 30 ganz unterschiedlichen Bands für das Stadtmauerfest organisiert. „Wir sind froh über diese tolle Plattform. Hier erreichen wir ein anderes, neues Publikum“, sagt Gebhardt. Und auch Gastronom Stefan Meitinger alias „Bob“ hat sich auf die Neuausrichtung eingelassen. Er bewirtet seine Gäste sowohl im historischen als auch im modernen Ambiente. Für Letzteres hat er das Mobiliar, das beim „Sommer am Kiez“ vor dem Oberhauser Bahnhof stand, kurzerhand am Wertachbrucker Tor aufgestellt. Metinger betrachtet das Stadtmauerfest als „spannendes Konzept“.

Dass dieses aufgeht und sich das Fest in finanzieller Hinischt trägt, hoffen die Veranstalter. Wie schon vor zwei Jahren wollen sie auch diesmal zum Erhalt der Stadtmauer beitragen: Pro verkaufter Eintrittskarte spendet der Verein einen Euro für die Sanierung der alten Festungsanlage.

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