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Augsburg

12.02.2015

Wer soll die 235 Millionen für die Sanierung des Theaters bezahlen?

Die Sanierung des Theaters in Augsburg wird wohl 235 Millionen Euro kosten.
Bild: Matthias Becker

235 Millionen Euro soll die Sanierung des Augsburger Theaters kosten. Die Frage ist nur: Wer soll diesen gewaltigen Betrag bezahlen?

235 Millionen Euro soll die Sanierung des Augsburger Theaters kosten. Der Betrag ist beziffert. Die entscheidende Frage ist: Wer soll’s bezahlen? Die Antwort blieben am Mittwoch die Vertreter der Stadtregierung im Finanzausschuss einmal mehr schuldig. Dieses Schweigen zum jetzigen Zeitpunkt nahm die Rathaus-Opposition kommentarlos zur Kenntnis.

Über das Geld fürs Theater soll erstmals detailliert in der Stadtratssitzung im März gesprochen werden. Auf diesen Fahrplan hat sich die Politik verständigt. Der frühere Kulturreferent Peter Grab (WSA) hatte zum Auftakt der Finanzberatungen eingangs der mehrstündigen Sitzung nachgehakt, in welcher Form die aktuelle Entwicklung des Theaters sich auf das Zahlenwerk 2015 auswirke. Finanzbürgermeisterin Eva Weber ( CSU) verwies auf die März-Sitzung, die wohl vormittags beginnt, um möglichst viel Zeit dem Theater zu widmen. Gestern blieb jedenfalls der Eindruck haften: Die finanzielle Not der Stadt ist keineswegs so groß, dass man den Haushalt 2015 infrage stellen müsste.

Millionen für das Theater in Augsburg

Dass Referenten und Stadträte die anstehenden Millionenausgaben im dreistelligen Bereich vergleichsweise locker angehen, ist einfach zu erklären: Es gibt vorerst keinen unmittelbaren Zeitdruck, wie die Stadt ihren höchstwahrscheinlichen Anteil von 165 Millionen Euro schultern soll. Bei der restlichen Finanzierung setzt man ohnehin auf die Unterstützung des Freistaats.

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Die schwer greifbare Dimension der Theatersanierung wird an einem Zahlenvergleich exemplarisch: Im städtischen Haushalt 2015, über den gestern im Finanzausschuss erstmals beraten wurde, stehen für das Theater Augsburg im Baubereich gerade mal zwei Millionen Euro. Davon sind 600.000 Euro an Planungen für die Sanierung bestimmt. Der restliche Betrag ist für anstehende Arbeiten fällig, die losgelöst von der Sanierung nötig sind. Vieles ist gegenwärtig offen. Absehbar ist nur, dass das Theater seinen Spielbetrieb am Kennedyplatz ab Sommer 2016 wegen nicht zu erfüllender Sicherheitsauflagen beenden muss. Das wiederum bedeutet nicht zwangsläufig das Aus des Theaterbetriebs, stattdessen wird die Kongresshalle als Ausweichspielstätte genutzt.

Breite Mehrheit steht hinter Zahlenwerk

Dass die Theatersanierung, so sie denn kommt, in den kommenden Jahren zu einer extremen Belastung des städtischen Haushalts führen dürfte, davon war in den Beratungen über den Haushalt 2015 nichts zu spüren. Die Beratung verlief in weiten Teilen harmonisch. Vertreter der Opposition brachten ihre Wünsche vor. Finanzbürgermeisterin Weber hatte den Etat mit dem Dreierbündnis CSU, SPD und Grüne intensiv vorbereitet. Aus deren Reihen kam Zuspruch für gemeinsam festgelegte Ziele und Projekte. Ein Schwerpunkt sind Sanierung und Brandschutz an Schulen.

Im Finanzausschuss stimmten neben dem Regierungslager die Vertreter von CSM und AfD dem Etat 2015 zu, Gegenstimmen kamen von Grab (WSA) und Alexander Süßmair (Die Linke). Verabschiedet wird der Haushalt in der März-Sitzung. An diesem Tag geht es dann auch ums Theater.

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