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Geschichte

13.10.2014

Weshalb Koreaner in Augsburg drehen

Augsburger gingen in historischen Kostümen auf Zeitreise für das südkoreanische Fernsehen.
Bild: Anne Wall

TV-Dokumentation mit Bildern aus der Zeit der Renaissance

Das „Fugger und Welser Erlebnismuseum“ im Wieselhaus war schon wenige Tage nach seiner Eröffnung der Drehort für ein fünfköpfiges südkoreanisches Fernsehteam der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Korean Broadcasting System (KBS). Kamera läuft: Es herrscht tüchtiges Treiben auf dem Handwerkerhof. Mittelalterlich gekleidete Damen und Herren laufen umher und beziehen Position. Denn die historische Tanzgruppe Augsburger Geschlechtertanz hat einen besonderen Auftritt. Dieser wird nicht nur mit einer Kamera aufgezeichnet, sondern auch mit einer fliegenden Drohne. Hinter den Kulissen ist kein deutsches, sondern ein südkoreanisches Filmteam für das Projekt verantwortlich. Mit ihrer Alltagskleidung bilden sie einen starken Kontrast zur altertümlichen Tanzgruppe und wirken wie Zeitreisende.

Sie drehen einen zweiteiligen Dokumentarfilm mit dem Thema „Mode vom Mittelalter bis zur Gegenwart“. Ihr Weg führt sie nicht nur nach Deutschland, sondern auch nach Frankreich und England. Der Schauplatz Augsburg wurde aufgrund eines ganz speziellen Bürgers gewählt: Matthäus Schwarz; Kaufmann, Kunstliebhaber und Vertrauter von Jakob Fugger. Schwarz verfasste seinerzeit einen mittelalterlichen Moderatgeber mit dem Titel „Trachtenbuch“. Für die Live-Vorführung der damaligen Mode wurde dann die Tanzgruppe in Schwarz’ Geburtsstadt auserwählt. Der fünfminütige Beitrag wird im Februar nächsten Jahres ausgestrahlt. (cg, klu)

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