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Augsburg

28.04.2019

Wie die Freizeitanlage im Wertachviertel zum Sport- und Stadtgarten wird

Bereits seit zwei Jahren gibt es die Pläne für den Umbau der Freizeitsportanlage Oase. Voraussichtlich im Juli beginnen die Arbeiten.
Bild: Annette Zoepf

Die Anlage im Augsburger Wertachviertel ist in die Jahre gekommen. Jetzt wird sie für zwei Millionen Euro umgebaut. Warum die Arbeiten später als geplant beginnen.

Die viel diskutierte Erweiterung des Bürgerhauses Pfersee soll mithilfe des Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ verwirklicht werden. Die Begegnungsstätte ist nicht das einzige Vorhaben in Augsburg, das von diesem Zuschusspaket profitiert. Aktuell wird die Kresslesmühle in der Altstadt für rund 1,6 Millionen Euro saniert. Die Stadt muss etwa eine halbe Million Euro selbst aufbringen, der Rest sind Fördermittel.

Außenanlagen der Oase sind in die Jahre gekommen

Auch die Freizeitsportanlage Oase im Viertel Rechts der Wertach ist bereits vor zwei Jahren vom Bundesbauministerium für dieses Programm ausgewählt worden. Die Einrichtung des Stadtjugendrings in der Nähe des Senkelbachs hat zwar vor zehn Jahren ein Haus mit Büro, Aufenthaltsraum und Sanitäranlagen für den Ganzjahresbetrieb bekommen, die Außenanlagen sind jedoch in die Jahre gekommen. Zu den geplanten Maßnahmen zählen die Erneuerung des Allwetterplatzes, die Sanierung des Basketball- und des Bolzplatzes sowie der Laufbahn.

Weitsprunganlage und Beachvolleyballplatz sollen künftig zu einem Ensemble zusammengefasst werden. Die Fördermittel sollen nicht nur den Baumaßnahmen zugutekommen, sondern auch die Einstellung eines Integrationsmanagers ermöglichen. Geplant ist, die Betriebszeiten auszudehnen und die Oase als „Sport- und Stadtgarten“ für die Bewohner des Viertels zu öffnen.

Starten sollte der Umbau im vergangenen Jahr. Tatsächlich rücken die Handwerker aber erst in diesem Sommer auf der Oase an. Das zuständige Bildungsreferat teilt auf Anfrage mit, dass mit einem Baubeginn unter der Regie der Wohnbaugruppe Augsburg im Juli zu rechnen sei. Ein Jahr später sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Gegenwärtig laufen die Vorbereitungen und Ausschreibungen. Der Bauantrag wurde gestellt und steht wohl kurz vor der Genehmigung.

Was die Kosten anbelangt, hat der Stadrat kürzlich einen Zuschlag gewährt, denn das Volumen musste von ursprünglich 1,65 auf 2,03 Millionen Euro angehoben werden. Die Kostensteigerungen sind nach Angaben des Bildungsreferats auf Untersuchungen im Baugrund, geringfügige Umplanungen sowie die allgemeine Entwicklung der Baupreise zurückzuführen. Unter anderem die Entsorgung der Altlasten habe auch den ursprünglichen Zeitplan außer Kraft gesetzt.

Die Stadt geht davon aus, dass der Eigenanteil trotz der höheren Kosten im Rahmen bleibt. Es sei damit zu rechnen, dass die staatlichen Zuschüsse steigen. Diesbezüglich liefen gerade Verhandlungen mit dem Fördergeber, der Regierung von Schwaben. Ursprünglich sollten rund 1,35 Millionen Euro in die Oase fließen.

Bis zu 200 Besucher kommen täglich in die Freizeitanlage

Seit 30 Jahren lockt die fast 10.000 Quadratmeter große Freizeitsportanlage aktive Kinder und Jugendliche an. An Spitzentagen tummeln sich dort bis zu 200 Besucher. Darüber hinaus halten die Löweneck- und die Martin-Schule in der warmen Jahreszeit einen Teil des Sportunterrichts in der Oase ab. Alle Nutzer können sich darauf einstellen, dass sie auch während der Sanierung die Anlage nutzen können. Da die Maßnahme in mehrere Bauphasen aufgeteilt sei, werde der Betrieb zumindest eingeschränkt aufrechterhalten, so das Bildungsreferat.

Die neuen Sanitärräume und Umkleiden für die beiden Schulen stünden allerdings erst im letzten Bauabschnitt an. Insbesondere die Löweneck-Schule ist auf die Sportanlage angewiesen. In dem Gebäude an der Flurstraße steht in den nächsten Jahren eine Generalsanierung an, die auch die Nutzung der Turnhallen beeinträchtigt.

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