Newsticker

Vor Urlaubssaison: Mediziner warnen vor zweiter Corona-Welle
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Wie die Weltwiese in Kriegshaber einmal aussehen könnte

Augsburg

09.02.2019

Wie die Weltwiese in Kriegshaber einmal aussehen könnte

Die Weltwiese ist eine große zusammenhängende Grünfläche zwischen den Wohnblöcken der Carl-Schurz-Straße und dem Neubaugebiet Reese-Areal.
2 Bilder
Die Weltwiese ist eine große zusammenhängende Grünfläche zwischen den Wohnblöcken der Carl-Schurz-Straße und dem Neubaugebiet Reese-Areal.

Das Wohnquartier an der Carl-Schurz-Straße in Kriegshaber soll in einigen Jahren neu bebaut werden. Auch die angrenzende Grünanlage ist Teil der Überlegungen der Wohnbaugruppe. Der Stadtteiltreff redet mit.

Ehemaliges Baseball-feld der Amerikaner, blühende Wiese und in einigen Jahren Baugebiet: Die Weltwiese an der Carl-Schurz-Straße bewegt viele Menschen in Kriegshaber. Deshalb wollen Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter von Organisationen mitreden, wenn es um die Bebauung der großen Grünfläche geht. Der Stadtteiltreff CCKT traf sich deshalb zu einer Sondersitzung. Anlass waren die Überlegungen der Wohnbaugruppe, das Areal nördlich der Bürgermeister-Ackermann-Straße neu zu bebauen und dabei einen Teil der angrenzenden Weltwiese einzubeziehen.

Kriegshaber wird weiter wachsen

Bevor die eigentliche Planungsphase für das Großprojekt beginnt, waren die Teilnehmer des CCKT eingeladen, Ideen, Vorschläge und Wünsche zur Bebauung einzubringen. Stadtpfarrer Gerhard Groll übernahm bei dem Treffen im Café Exil im bfz die Moderation. Etwa 25 Teilnehmer aus den verschiedensten Bereichen im Stadtteil nahmen an der Ideensammlung teil. Darunter Vertreter des Seniorenbeirats, des Sozialen Dienstes, der Gemeinde, der Arge und der Kinder- und Jugendhilfe. Klaus Kneißl von der Sozialplanung nahm als Vertreter der Stadt Augsburg teil. Von der Wohnbaugruppe kamen Prokurist Bernd Silbermann und Jan Beckmann, um sich die Anliegen und Wünsche rund um die Weltwiese anzuhören. Dabei steht ein Fakt bereits fest: Kriegshaber wird weiter stark wachsen und der Bedarf an Wohnraum ist groß.

Das erste Anliegen betrifft die Größen der Wohnungen. Hier hatte die Wohngruppe angekündigt, dass die vergleichsweise großen Wohnungen in der Carl-Schurz-Straße verkleinert werden sollen, um insgesamt mehr Wohnraum zu schaffen. Dieser soll einkommensorientiert gefördert werden. Einwände kamen unter anderem von Mitarbeiterinnen des Sozialen Dienstes. Der Bedarf an großen Wohnungen sei gerade in diesem Teil der Stadt hoch, da dort viele kinderreiche Familien leben.

Wie die Weltwiese in Kriegshaber einmal aussehen könnte

Angebote für Jugendliche im Umfeld der Weltwiese

Ein weiterer Punkt, der für angeregte Diskussionen sorgte, war die Frage, welche Angebote man von Seiten der Stadt und der Bauherren für die Jugendlichen bereit stellen könnte. Peter Bommas, Geschäftsführer des Kulturpark West betonte, dass es notwendig sei, den jungen Menschen einen Raum zur Verfügung zu stellen, wo sie sich frei treffen könnten. Tom Wiedemann vom Madison Jugendtreff in Kriegshaber merkte an, dass es wichtig sei, den Ort für die Jugendlichen so zu planen, dass sich Anwohner nicht von jeder Kleinigkeit gestört fühlen würden. Tägliche Polizeieinsätze teilweise wegen Lappalien schadeten der Stimmung in einem Wohnquartier.

Die Stadt habe sich, laut Kneißl, darüber bereits Gedanken gemacht. Man habe die Idee, einen Treffpunkt einzurichten, an dem die Jugendlichen nicht nur einen Raum vorfinden, sondern auch entsprechende Ansprechpartner. Die Wohnbaugruppe ist in diesem Fall nur zuständig für die Bereitstellung eines möglichen Raumes, der nach Fertigstellung dann von der Stadt angemietet werden kann und entsprechend ausgestattet wird.

Zentral war bei der Ideensammlung auch das Thema Vernetzung. Dabei waren sich alle Akteure einig, dass es wünschenswert wäre, Treffpunkte zu schaffen – für Familien und Senioren.

Quartiersmanagement wird wichtiger

Besonders die Vertreterinnen der Kitas merkten an, dass Beratungsstellen vor Ort nötig wären. Es brauche niederschwellige und ortsnahe Angebote, um die Durchmischung und Begegnung im Stadtteil zu fördern. „Diese Thematik wird in unserer Planung sicher nicht zu kurz kommen“, versicherte Silbermann. Beckmann ergänzte: „Quartiersmanagement gewinnt immer mehr an Bedeutung. Gerade mit der aktuellen Lage auf dem Wohnungsmarkt leben Mieter lange in den Wohnungen. Uns ist es daher sehr wichtig, dass die Stimmung positiv ist und ein Zusammenleben gut funktioniert“, so der Vertreter der Wohnbaugruppe.

Lesen Sie dazu auch: Wie Insektenvielfalt in Augsburg gefördert wird

Reese-Areal bekommt Nachbarschaftszentrum

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren