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Augsburg

20.01.2017

Wie eine gebürtige Augsburgerin Donald Trump abblitzen ließ

Marianne Hettinger traf Donald Trump in der Sendung Candid Camera im US-Fernsehen. Die ehemalige Augsburgerin spielte seine Assistentin.
Bild: Screenshot AZ/Youtube

Die in Augsburg geborene Schauspielerin Marianne Hettinger, die jetzt in New York lebt, schildert ihren persönlichen Kontakt mit Donald Trump im Jahr 2004.

Marianne Hettinger ist eine in Augsburg geborene Filmemacherin, Schauspielerin und Tänzerin. Heute lebt sie in New York. Mit ihrer Heimatstadt ist Marianne Hettinger noch immer verbunden. Aus diesem Grund hat sie sich auch an unsere Redaktion gewandt, um über ein Erlebnis zu berichten, das sie mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump zusammengeführt hat.

Es gab einen persönlichen Kontakt bei einem Dreh für einen kleinen Film. Mehr war nicht, sagt Marianne Hettinger. Auch weil sie nicht auf die Avancen des Geschäftsmannes eingegangen sei. Das Ganze liegt bereits ein paar Jahre zurück.

Im Frühjahr 2004 wurde eine Episode der Serie „Candid Camera“ (Verstecke Kamera) gedreht. Von dem nicht mal einminütigen Filmchen gibt es einen Mitschnitt, der auf der Internetplattform You Tube zu finden ist.

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Donald Trump sollte Heiratsvermittlerinnen auf den Arm nehmen

Marianne Hettinger schildert nun im Rückblick ihre Version: „In der Episode sollten mehrere professionelle Heiratsvermittlerinnen auf den Arm genommen werden, bei denen Trump vorgab, er brauche ihre Hilfe bei der Suche nach einer normal aussehenden, hausbackenen Frau, die er heiraten wolle, denn er sei es leid nur von sexy, glamourös aussehenden Frauen umgeben zu sein.“ In der Szene, in der er mit der Heiratsvermittlerin sprach, sei sie als seine Sekretärin hereinkommen und habe eine Frage stellen müssen, so Hettinger.

Die ehemalige Augsburgerin Marianne Hettinger lässt Donald Trump in der US-Fernsehshow "Candid Camera" abblitzen.

Trump sollte nun auf sie hinweisen und sagen, „er suche jemanden, der so unscheinbar wie ich aussehe, und die Heiratsvermittlerin schüttelte natürlich dann nur den Kopf.“ Dazu sagt Hettinger im Rückblick: „Für mich, eine ernste Schauspielerin, Ballroom Tanz-US-Meisterin, Broadway- und Filmschauspielerin, war dies nur ein alberner kleiner Job, den ich nirgends erwähnte und der nur dazu diente, die teure New Yorker Miete zu bezahlen und weiter meine Kunst verfolgen zu können.“

Hettinger: Donald Trump fragte nach meiner Telefonnummer

Zurück in die Gegenwart: Jetzt, da Trump wegen der US-Wahl im Blickfeld steht und hier seine Haltung zu Frauen eine nicht unerheblich Rolle spielt, meldet sich Schauspielerin Hettinger mit ihrer ganz eigenen Erfahrung zu Wort: „Am Ende des Drehs näherte sich Mister Trump mir und begann ein persönliches Gespräch. Er fragte mich, welchen Eindruck, er vor der Kamera gemacht habe, ob er auch gut gewesen wäre. Er schien unsicher, war sehr höflich und angelte nach Bestätigung. Ich gab ihm Feedback und einige schauspielerische Tipps. Er fragte fast schüchtern nach meiner persönlichen Telefonnummer, da er mich auf eine Party einladen wolle.“

Sie habe ebenso höflich abgesagt und lediglich gemeint, „wenn er einen Schauspiel-Job für mich habe, könnte er meinen Agenten kontaktieren. Ich fühlte mich respektiert, aber gelangweilt von Trumps Persönlichkeit und Art und wünschte ihm einen guten Tag.“

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Die Diskussion ist geschlossen.

24.10.2016

Mir hat der Trump mal eine Postkarte geschickt, aber ich habe sie nicht angenommen, weil: sie ist nicht angekommen, vielleicht hat er ja auch garkeine geschickt. Ist ja auch egal. Hauptsache, ich komm ins Fernsehn.

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