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Augsburg

25.01.2020

Wie entstehen mehr Parkplätze am Haunstetter Naturfreibad?

So sieht das Naturfreibad Haunstetten aus der Luft aus.
2 Bilder
So sieht das Naturfreibad Haunstetten aus der Luft aus.
Foto: Ulrich Wagner

Plus Rund um das Haunstetter Freibad fehlen Parkplätze, denn auch die ansässigen Sportvereine brauchen Platz. Dauerparkern sagen die Vereine jetzt den Kampf an.

Wenn im Sommer die Badegäste zum Naturfreibad in Haunstetten drängen, sind Parkplätze rar. Doch auch jetzt im Winter findet man dort an manchen Abenden keinen Parkplatz – schließlich liegen auch noch die Sportvereine FC Haunstetten und der Tennisklub TSV/TC Haunstetten in unmittelbarer Nähe. Uneinsichtige Dauerparker verschärfen die Situation. Die Sportvereine wie auch der Naturfreibad-Verein suchen schon seit geraumer Zeit nach einer Lösung.

Das Haunstetter Naturfreibad ist ein beliebtes Naherholungsziel. Probleme bereitet die Parkplatzsituation rund um das Freibad.
Foto: Michael Eichhammer (Archivbild)

Bei schönem Wetter wird es rund ums Naturfreibad ziemlich eng, weiß Vereinsvorstand Thomas Riedle. Bis zu 2000 Badegäste am Tag besuchen im Sommer das beliebte Freibad – 200 bis 300 Autos wollen dann abgestellt werden. Dazu kommt eine große Anzahl von Fahrrädern; die immer beliebter werdenden Lastenräder beanspruchen dabei fast den Platz eines Kleinwagens. Und wenn dann noch Veranstaltungen der Sportvereine stattfinden, geht schnell gar nichts mehr. „Ein Problem sind Lkw und Hänger, die oft monatelang dort stehen und die raren Parkplätze blockieren“, hat Riedle beobachtet.

Kurzparkzone gegen Dauerparker rund ums Naturfreibad

Gerade mit Blick auf die Dauerparker ist die Idee einer Kurzzeitzone entstanden. Als Kompromiss hat man sich auf fünf Stunden Parkzeit geeinigt – auch wenn für die Badegäste sicherlich zehn Stunden besser wären, so Riedle. Die SPD Haunstetten und die Stadtratsfraktion der Partei unterstützen diesen Vorschlag. Außerdem haben sie einen Antrag gestellt, zusätzliche Parkplätze für das Naturfreibad zu schaffen. Hierzu soll die nicht benötigte Erweiterungsfläche des Neuen Haunstetter Friedhofs, die direkt an das Freibad angrenzt, herangezogen werden. SPD-Stadträtin Margarete Heinrich, die auch als Vorstand beim Verein Naturfreibad engagiert ist, sieht die Parksituation während des Sport- und Badebetriebs in dem Areal als sehr angespannt an.

Es kämen nicht nur Gäste aus der näheren Umgebung, die die Stätten fußläufig oder mit dem Fahrrad erreichen könnten, sondern auch aus entfernteren Gegenden. „Beim Naturfreibad ist im positiven Sinne eine sehr hohe Nachfrage mit steigender Tendenz festzustellen“, sagt sie. Doch auch beim FC Haunstetten und bei den Gators kämen die Mannschaften bei Turnieren oder Spielen aus der gesamten Region. Nach Heinrichs Ansicht muss ein tragfähiges Gesamtkonzept für den Bereich auf den Weg gebracht werden.

Die östliche Seite, entlang der Postillionstraße, solle als Haunstetter Sportareal erhalten und weiterentwickelt werden. Dazu gehöre ein schlüssiges Parkkonzept, nicht nur für Pkw, sondern auch für Fahrräder. „Die Linie 3 wird nach Fertigstellung die Erreichbarkeit hoffentlich positiv beeinflussen und somit zur Teilentspannung beitragen“, so die Stadträtin. Die Funktionalität der Vereine müsse unbedingt erhalten werden – auch das werde ohne Auto nicht gehen.

Parkplätze auf dem Haunstetter Friedhofsgelände

Bezüglich des Vorschlags, Teile des Friedhofsgeländes zu Parkplätzen umzufunktionieren, sagt Heinrich, durch den Wandel der Bestattungskultur entstünden Freiflächen, die ja nach Lage anderweitig sinnvoll genutzt werden könnten. „Die Entscheidungsfindung wird in den nächsten Wochen in den Gremien diskutiert werden müssen, denn die nächsten Sommer nahen“, macht sie deutlich. Aus dem Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen heißt es, man wolle Eingriffe in Grünbestände so weit wie möglich vermeiden und die Parksituation vor Ort verbessern. Wenn diese Möglichkeiten geprüft sind, würden weitere Planungen folgen. Man sei im Gespräch mit dem Tiefbauamt, so Umweltreferent Reiner Erben.

Zum Zeitplan sagt er, es müssten erst die Folgen der gesetzlichen Änderungen zum Bestattungswesen absehbar sein und die Anzahl der Bewohner aus der Entwicklung Haunstetten Südwest endgültig feststehen. „Mit fortschreitender Planung von Haunstetten Südwest kann hierzu mehr gesagt werden.“

FC Haunstetten will das Thema Parkplätze vom Tisch haben

Zum Wunsch nach Kurzzeitparkplätzen sagt Baureferent Gerd Merkle, die Ausweisung einer Kurzparkzone setze voraus, dass aufgrund einer hohen konkurrierenden Nachfrage eine angemessene Bewirtschaftung des öffentlichen Parkraums erforderlich werde. Es müsse also nachgewiesen werden, ob legal dauerparkende Fahrzeuge in der Roggenstraße im Bereich des Naturfreibades eine Situation hervorriefen, die eine Neuregelung des ruhenden Verkehrs notwendig machten. Denn grundsätzlich dürfe auf öffentlichen Straßen uneingeschränkt geparkt werden.

Auch der FC-Haunstetten-Vorsitzende Günter Scholz würde das Thema Parkplätze gerne vom Tisch bekommen. Seit über drei Jahren sei man mit den Kollegen, Stadträten und der Stadt im Gespräch – geschehen sei aber nichts. Auch zu den Lkw habe es ergebnislose Gesprächsrunden gegeben, erinnert er sich. Nach seiner Beobachtung haben die Fahrer ihre Privatfahrzeuge in der Roggenstraße geparkt – am Freitagnachmittag stellen sie ihre Lkw dann dort ab und fahren nach Hause. „Ich verstehe nicht, warum die Fahrer nicht in die Spedition fahren und dort Fahrzeug tauschen“, wundert er sich. Die Speditionen müssten in diesem Fall in die Pflicht genommen werden. Wenn am Wochenende Turniere stattfinden, müssten die Eltern ihre Sprösslinge zwischen den Lastwagen aussteigen lassen – eine unübersichtliche und extrem gefährliche Situation, wie Scholz findet. Auch zusätzliche Parkplätze für die Badegäste befürwortet der Vorsitzende; dann würden im Sommer nicht mehr die FC-eigenen Parkplätze von Besuchern des Naturfreibads besetzt.

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Die Diskussion ist geschlossen.

25.01.2020

>> Gerade mit Blick auf die Dauerparker ist die Idee einer Kurzzeitzone entstanden. Als Kompromiss hat man sich auf fünf Stunden Parkzeit geeinigt ... <<

Lachummer?

>> Denn grundsätzlich dürfe auf öffentlichen Straßen uneingeschränkt geparkt werden. <<
>> Außerdem haben sie einen Antrag gestellt, zusätzliche Parkplätze für das Naturfreibad zu schaffen. Hierzu soll die nicht benötigte Erweiterungsfläche des Neuen Haunstetter Friedhofs, die direkt an das Freibad angrenzt, herangezogen werden. <<
>> Die Funktionalität der Vereine müsse unbedingt erhalten werden – auch das werde ohne Auto nicht gehen. <<

Klingt wie Vorrang für das Auto by Afd Augsburg...

Als Ausgleichsmaßnahme für Umwelt und Gewissen gibt es dann von den garantiert nicht populistischen Parteien noch ein paar Millionen unter den Hauptbahnhof?

>> „Die Linie 3 wird nach Fertigstellung die Erreichbarkeit hoffentlich positiv beeinflussen und somit zur Teilentspannung beitragen“, so die Stadträtin. <<

Klar doch, im 15-Minuten-Takt wird das doch ein "unschlagbares" Angebot im Freizeitverkehr. Die Haltestelle hat man ja auch sicherheitshalber noch ein paar Meter entfernt geplant und aus Haunstetten kann man dann sicher nach einer Rundfahrt mit dem Bus durch 30er Zonen noch irgendwo in diese neue Tram umsteigen.



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