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Bahnhofstunnel

02.10.2015

Wie es an Augsburgs größter Baustelle vorangeht

Fünf Meter ist die Baugrube unter den Behelfsbrücken der Gütergleise jetzt tief. Hier werden 2022 die Straßenbahnen im Tunnel fahren - wenn alles klappt.
Bild: swa

Über den neuen unterirdischen Augsburger Hauptbahnhof wird viel gestritten - derweil wird an der Baustelle weitergebaggert. Wie der Umbau voranschreitet.

Kostenexplosionen und verlängerte Bauzeiten - der Umbau des Augsburger Hauptbahnhofs erhitzt die Gemüter. Während sich die Politiker über Sinn und Unsinn des Projekts streiten, schreiten die Bauarbeiten voran.

Die Hälfte der etwa zwölf bis vierzehn Meter tiefen Baugrube für den Straßenbahntunnel sei schon ausgehoben, teilten die Stadtwerke Augsburg am Freitag in einer Pressemitteilung mit. Damit der Güterverkehr durch die Bauarbeiten nicht beeinträchtigt wird, wurden Behelfsbrücken für die Gleise errichtet. Bis zum Ende des Jahres sollen die Erdarbeiten fertiggestellt sein. 60.000 Kubikmeter Erde werden dann für den neuen unterirdischen Augsburger Hauptbahnhof ausgebaggert worden sein.

Wann die Arbeiten am Bahnhofsvorplatz weitergehen

Im Februar 2016 wird das Betonbauwerk für den eigentlichen Tunnel in Angriff genommen. Bodenplatten, Wände und Decken für das Tunnelbauwerk werden direkt vor Ort in der Baugrube hergestellt. Die Arbeiten am Bahnhofsvorplatz gehen laut Mitteilung im März weiter. Hier entsteht ein Tunnel, über den die Fußgänger das Empfangsgebäude erreichen können.

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2022 soll dann alles fertig sein - drei Jahre später als geplant. Auch wegen der explodierenden Kosten spricht der Bund der Steuerzahler in Anlehnung an das Bahnprojekt "Stuttgart 21" von "Augsburg 22". Im Moment ist von Kosten in Höhe von 143 Millionen Euro die Rede. Doch mit Nebenkosten liegt das Projekt aktuell bei 188 Millionen Euro, Baupreissteigerungen dürften am Ende dafür sorgen, dass die 200-Millionen-Euro-Latte erreicht wird.

Die Verantwortlichen des Projekts Augsburg City Hauptbahnhof verteidigen den Umbau. Die Stadt werde von der optimalen Anknüpfung des Straßenbahnnetzes an den Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn profitieren. Zudem soll es viele Verbesserungen für die Fahrgäste geben. Im neuen unterirdischen Bahnhof sollen die Wege für die Fußgänger kurz, bequem und barrierefrei sein.

Die ersten 120 Meter auf dem Weg zur Straßenbahnhaltestelle unter dem Augsburger Hauptbahnhof sind fast fertig. So sieht es dort in 16 Metern Tiefe unter dem Bahnhofsvorplatz jetzt aus.
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03.10.2015

Mit der grösste "Kostentreiber-Verursacher" dürften die unsinnigen "Bürgerentscheide" sein, die von einigen "Politikern" aus persönlichen Motiven forciert wurden und die Planung und Ausführung unnötig verzögert und verteuert haben.

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