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Entwicklung

03.02.2015

Wie man seine Lieblingsmusik bei jeder Party hört

Carsten Meier (von links), Martin Kolb, Matthias Glatthorn, Sebastian Huber und Sina Busch, von der Hochschule Augsburg haben den Musicmagnet entwickelt. Von ihrem Handy schicken sie ihre Lieblingssongs zu dem Gerät.
Bild: Bettina Schmid

Der „Musicmagnet“, den Studierende der Hochschule entwickelt haben, sorgt für Spaß und Spannung

Das haben vermutlich viele schon mal erlebt: Die Party ist in vollem Gange, aber es will bei einem selbst keine Feierstimmung aufkommen, weil die Musik, die läuft, so gar nicht dem eigenen Geschmack entspricht. Am liebsten würde man lautstark verkünden, wie bescheiden die Musik ist, die gerade läuft und andere Lieder gespielt werden sollen. Weil man aber ein netter Gast ist, nimmt man sich zurück.

Dank Studenten der Hochschule Augsburg könnte es damit bald vorbei sein. Sie haben den „Musicmagnet“ entwickelt. „Es ist eine Art moderne Jukebox, die dank entsprechender Technik überall funktioniert. Freunde oder Gäste können von ihrem Smartphone aus Lieder zum Musicmagnet schicken, der sie dann in zufälliger Reihenfolge abspielt“, beschreibt Matthias Glatthorn die Idee. Die meisten Jugendlichen hätten ohnehin Musikdateien auf ihrem Handy, sagt Sina Busch. Um den Spaßfaktor zu erhöhen gibt es zudem die Möglichkeit, Lieder negativ zu bewerten, während diese laufen. Gefällt der Song mindestens 50 Prozent der Anwesenden nicht, kommt das nächste Lied. Ob und wann dieser Zeitpunkt kommt, sei ein „zusätzlicher Spannungs- und Spaßfaktor“, so Busch.

Nutzen können das Gerät alle, die vom Besitzer den W-Lan-Schlüssel bekommen und sich damit wie im heimischen Drahtlosnetzwerk einlocken. Im oberen Teil des Gerätes haben die Studenten einen W-Lan-Hot-Spot eingebaut. Im unteren Teil befinden sich der Akku und der Lautsprecher. Lauter und leiser kann nur am „Musicmagnet“ selbst gemacht werden. „So sieht man gleich, wer es war“, begründet Carsten Meier.

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Entwickelt haben die fünf Studenten das Gerät im Rahmen ihres Masterstudiengangs Interaktive Mediensysteme. Betreut wurden sie von den Professoren KP Ludwig John und Nik Klever. Die Idee wurde zu Beginn des Studiums ausgearbeitet und in den vergangenen beiden Semestern an der Umsetzung getüftelt. Verbesserungspotenzial sehen die Studenten auch noch. „Es gibt viele, die keine Musikdateien auf dem Handy haben, sondern Streamingdienste wie Spotify nutzen. Denen wollen wir ebenfalls ermöglichen, sich einzubringen“, informiert Sina Busch. Auch soll noch eine Steuerungsfunktion eingebaut werden für den Besitzer des Gerätes. So behält dieser die Kontrolle und könnte auch Nutzer sperren, sollten diese nur Dateien zum Gerät schicken, die alle anderen nerven.

Angedacht ist zudem, dass die Zuhörer das Lied, das gerade läuft, auf einem Merkzettel speichern können oder per Link zu Amazon oder iTunes weitergeleitet werden und es dort kaufen können. „Aus rechtlichen Gründen ist es nicht erlaubt, das Herunterladen anzubieten“, so Professor Klever. Auch bei der Gewichtsreduzierung und dem Design bestehe noch Verbesserungspotenzial, ergänzt Meier. Hilfe haben sie sich bereits bei den Maschinenbauern der Hochschule geholt. In deren 3-D-Drucker stellten sie das Gerät her.

www.condime.de/musicmagnet.

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