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Mobilität

17.01.2019

Wie sich Radfahrer hier verhalten sollen

Auf Höhe der markierten Ausbuchtung beginnt die neue Regelung für Radfahrer, die im Bereich der Bahnunterführung Hirblinger Straße stadteinwärts unterwegs sind und auf die andere Straßenseite gelotst werden.
Bild: Annette Zoepf

Im Bereich Bahnunterführung Hirblinger Straße dürfen diese Verkehrsteilnehmer jetzt auf die andere Straßenseite wechseln. Warum stadteinwärts ein eigener Schutzstreifen nicht möglich ist

„Muss denn erst etwas passieren, ehe die Stadt reagiert? Für Radfahrer ist es hier sehr gefährlich“, kritisiert Ernst Mair die Verkehrsführung für Radler zwischen der Kreuzung Holzweg/Hirblinger Straße/Auerstraße bis zur Bahnunterführung. Dort ist in Richtung stadteinwärts zunächst eine breite Fahrradspur abmarkiert. Doch diese endet abrupt auf Höhe der Bushaltestelle. Danach fehlt jegliche Markierung genau dort, wo die Straße schmal und damit für Radler gefährlich wird.

In der Unterführung müssten sich Radfahrer und Autos die enge Fahrspur teilen, so Mair. Hier seien Unfälle praktisch vorprogrammiert. „Warum dürfen Radler nicht auf die linke Straßenseite wechseln. Da können Fußgänger und Radfahrer eine eigene, ausreichend breite Unterführung nutzen“, so der im Bärenkeller lebende AZ-Leser. Im weiteren Verlauf der Hirblinger Straße bestehe eine Tempo-30-Regelung. Dort könnten die Radler wieder auf die richtige Straßenseite wechseln.

Dazu erklärte das Baureferat auf Anfrage: Ursprünglich hat in der Bahnunterführung östlich der Kreuzung Holzweg/Hirblinger Straße/Auerstraße lediglich ein Einrichtungsradweg in Fahrtrichtung stadtauswärts existiert. Stadteinwärts gab es im Bereich der relativ schmalen Unterführung keine Radverkehrsführung, was zu einer verstärkten, verkehrswidrigen Nutzung des Radweges in der Gegenrichtung geführt hat.

Aus diesem Grund wurde die Radverkehrsführung folgendermaßen verändert: Die vom Holzweg stadteinwärts fahrenden Radler werden im Bereich der Auerstraße auf einem 1,50m breiten Schutzstreifen in die Kreuzung geführt. Hier könnten sich Radfahrer dann in einer „Tasche“ für linksabbiegenden Radverkehr aufstellen und über eine neue Radfahrerfurt über die Hirblinger Straße auf den gegenüber liegenden kombinierten Geh- und Radweg gelangen. Dieser ist nun auch für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben. Ein Schutzstreifen für Radler durch die Unterführung ist wegen der geringen Fahrbahnbreite nicht möglich. Baureferent Gerd Merkle weist darauf hin, dass Radfahrer in diesem Bereich auf Fußgänger Rücksicht nehmen und ihre Geschwindigkeit an diese anpassen müssen.

Der Vorschlag von Ernst Mair ist also bereits umgesetzt. Vor Ort fehlen allerdings bislang Hinweisschilder, die auf die Erlaubnis zur Nutzung der linken Straßenseite hinweisen.

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