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Gastronomie

16.06.2019

Wie sich die Augsburger Restaurant-Landschaft verändert

Vassilios Perchanidis, Köchin Julia Ucar und Inhaber Jerome Ucar (rechts) haben in der Dinglerstraße in Oberhausen ein venezolanisches Lokal eröffnet.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Plus Neue Restaurants in Augsburg: "Dreizehn" öffnet in der Kresslesmühle, das "Golden Rice" gibt es bald zweimal und im "Oceans" lockt Außergewöhnliches.

Einfach war es für die beiden Betreiberinnen des veganen und vegetarischen Lokals „Dreizehn“ nicht. Gerade als alles wunderbar lief, ihr Lokal eine sehr gute Saison hinter sich hatte, mussten Stefanie Rajkay und Christina Ostermayr es für einige Monate schließen. Die Kresslesmühle in der Augsburger Altstadt, in deren Erdgeschoss das Lokal untergebracht ist, wurde saniert.

Die Arbeiten an dem Augsburger Traditionshaus waren so umfassend, dass das Lokal nicht geöffnet bleiben konnte. Ende November also stellten die beiden Frauen den Betrieb des Lokals ein. „Das war eine schwierige Phase. Es gab noch einiges an Organisationsarbeiten. Daneben haben wir uns Verbesserungen überlegt und mit der Stadt verhandelt“, berichtet Christina Ostermayr. Vier Wochen Auszeit habe sie sich gegönnt, die sie in Thailand verbracht habe. Doch die Gedanken kreisten oft um das eigene Lokal und wie es weitergehen würde.

Vorbereitungen für die Neueröffnung: Stefanie Rajkay und Christina Ostermayr (rechts) vom Lokal „Dreizehn“ starten am Montag nach einer längeren, baustellenbedingten Pause wieder in der Kresslesmühle durchdurch. In dem Gebäude haben sie dann zwei Küchen.
Bild: Silvio Wyszengrad

Die Monate des Wartens haben nun ein Ende: Ab Montag, 17. Juni, ist das Restaurant wieder geöffnet. Seit zwei Wochen konnten die Betreiberinnen wieder in das Lokal. „Wir haben Turbogas gegeben. Das hat großen Spaß gemacht.“ Für die Kundschaft werde sich nicht allzu viel ändern, außer ein paar kleineren Veränderungen auf der Speisekarte. „Für uns ändert sich nun relativ viel, weil wir nun zwei statt einer Küche haben“, erzählt Christina Ostermayr. Während eine Küche der Organisation des Tagesgeschäfts dienen soll, ist die andere fürs Spülen und Vorbereiten gedacht. Entgegen ihren Befürchtungen müssen die beiden Gastronominnen nicht mit einem komplett neuen Team an den Start gehen. „Insgesamt haben wir nun 17 Mitarbeiter. Sechs von unserer früheren Belegschaft sind wieder dabei.“

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"Golden Rice" in Augsburg: Ein Vietnamese auf Expansionskurs

Seit Herbst vergangenen Jahres betreibt Viet Lai mit seinem Team das asiatische Restaurant „Golden Rice“ an der Ecke Johannes-Haag-Straße, Lechhauser Straße gegenüber dem Jakobertor. Der Gastronom und sein Geschäftsführer Tan Nguyen sind mit der Kundenfrequenz bislang sehr zufrieden. Die Anzahl der Sitzplätze haben sie inzwischen auf 200 aufgestockt. Die vietnamesische Küche käme in Augsburg gut an. Besonders beliebt seien die Sommerrollen, die aus Reispapier gewickelt werden und wahlweise nicht nur Garnelen, Hühnchen, Rind oder Tofu enthalten. „Frische Kräuter und Mango kommen auch rein, dazu servieren wir hausgemachten Dip.“ Moderne, asiatische Fusionsküche eben, aber auch traditionelle authentische Speisen, wie Viet Lai betont. Das Konzept scheint jedenfalls aufzugehen. Denn voraussichtlich im Spätsommer wollen sie ein weiteres Restaurant eröffnen.

Es befindet sich in der Frölichstraße 4 in der Nähe des Staatstheaters. Wo bis vor ein paar Wochen ein griechisches Lokal beheimatet war, wird umgebaut. „Es wird natürlich auch ein vietnamesisches Restaurant, das asiatisch angehaucht ist“, sagt Geschäftsführer Nguyen. Das neue Restaurant soll 60 Sitzplätze umfassen. Auf der Terrasse ist Platz für weitere 60 Gäste. Besonders stolz sei man auf den schönen Garten, betont Betreiber Viet Lai. „Hier werden wunderschöne asiatische Elemente verbaut.“

Südamerikanische Küche im "Oceans" in Oberhausen

Bevor das Restaurant „Oceans“ in der Dinglerstraße in Oberhausen eröffnet wurde, feilte der Cousin von Vassilios Perchanidis an dessen Konzept. Erst habe er in Richtung Burger und Pizza gehen wollen, dann brachte ihn ein befreundeter Koch auf eine ausgefallene Idee: Warum kein venezolanisches Restaurant eröffnen? Damit hätte das Lokal automatisch ein Alleinstellungsmerkmal.

So wurde es schließlich auch umgesetzt. Seither gibt es in dem Lokal unter anderem unterschiedlich gefüllte Fladen, „Arepas“ genannt, und „Patacones“, ein Gericht mit gebratenen oder frittierten Kochbananen. „Daneben haben wir noch viele andere Snacks. Die südamerikanische Küche macht neugierig und ist ein Erlebnis“, sagt Vassilios Perchanidis, der seinen Cousin unterstützt. Untergebracht ist das Lokal übrigens in dem Haus, in dem zunächst der umstrittene Süchtigentreff angedacht war.

In unserem neuen Podcast "Augsburg, meine Stadt" hören Sie, was Ladenschließungen bei den Besitzern auslösen – und was sie für eine Stadt wie Augsburg bedeuten:

Lesen Sie dazu auch: Warum die Bäckerei "La Boulangerie" im Spickel schließen muss

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