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Augsburg

15.11.2019

Wie wäre es mit einer Lasershow an Silvester in Augsburg?

Ende Oktober fanden in Augsburg erstmals die „Light Nights“ statt. Es gab eine große Lichtershow in der Innenstadt, bei der unter anderem auch das Rathaus beleuchtet wurde.
Foto: Klaus Rainer Krieger

Als Vorbild dienen die „Night Lights“: Die V-Partei will keine Böller mehr in Augsburg. Was Ordnungsreferent Dirk Wurm (SPD) zu dieser Idee sagt. 

Etwas mehr als sechs Wochen sind es noch bis zum Jahreswechsel. Zehntausende Augsburger werden dann das neue Jahr mit Silvesterraketen und Böllern begrüßen. Diese Form, das neue Jahr zu begrüßen, gefällt bei Weitem nicht jedem. Die Deutsche Umwelthilfe will ein Böllerverbot in deutschen Innenstädten. Grund sind die teils enormen Belastungen wegen Feinstaubs. Einen Schnellschuss wird es auf Bundesebene nicht geben. Dennoch bleibt das Thema „Silvesterböllerei“ immer aktuell – auch gerade jetzt wieder in Augsburg.

Die V-Partei, die bei der Kommunalwahl erstmals antreten möchte, schlägt eine Laser- und Drohnenshow statt Böllern vor, wie das bereits in einigen Städten zu diversen Anlässen praktiziert wird. Eine aufeinander abgestimmte Lasershow von den hohen Gebäuden Augsburgs wie Hotelturm, Perlachturm oder Gaskessel – und somit sichtbar für alle Einwohner Augsburgs – könnte den Jahreswechsel in Augsburg zu einem imposanten Feuerwerk gestalten, ohne dass sich die Feierfreuden reduzieren, heißt es in einem Schreiben an Oberbürgermeister Kurt Gribl.

Erfahrungen mit einer Lichtshow hat es in Augsburg erst Ende Oktober am Rathausplatz gegeben. An zwei Tagen setzten die „Light Nights“ die Innenstadt in Szene. Bei den Besuchern kam die Veranstaltung großteils sehr gut an.

Über eine Lasershow an Silvester ist in Augsburg bislang noch nicht diskutiert worden. Ordnungsreferent Dirk Wurm (SPD) sagt auf Anfrage: „Eine Lasershow hätte sicherlich ihren Reiz, das haben die Light Nights im Oktober gezeigt. Dass dadurch aber das Abbrennen von Feuerwerkskörpern, insbesondere auf Privatflächen, unterbleibt, glaube ich nicht.“

Silvesternacht: So läuft es in Augsburg

Zum Jahreswechsel gilt für die Innenstadt wieder eine Verordnung, die das Abbrennen von Feuerwerkskörpern verbietet. Die Verordnung gehe auf Sicherheitsüberlegungen zurück, da das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in größeren Menschenansammlungen eine erhebliche Gefahr darstellt, erläutert Wurm. Polizei und städtischer Ordnungsdienst würden Kontrollen durchführen. Dass dabei nicht jede Person, die Raketen abschießt, überprüft werden könne, sei offenkundig. Laut Wurm geht es vielmehr darum, die größten Auswüchse zu unterbinden. Er verweist auf die Bilanz des Jahreswechsels 2018/2019: Es wurden vom Ordnungsdienst 109 Verstöße festgestellt und 550 pyrotechnische Gegenstände sichergestellt, zudem erhielten zwei Personen Platzverweise erteilt. An dieser Regelung werde auch zu Silvester 2019 festgehalten.

So sieht es regelmäßig an Silvester vor dem Rathaus aus.
Foto: Bernd Hohlen

Im Vorjahr hatte es vereinzelte Beschwerden von Bewohnern aus dem Bismarckviertel gegeben. In der Innenstadt hielten sich viele Partygänger nicht ans Verbot. Es wurde geballert. Die Luftbelastung mit Feinstaub lag zu Spitzenzeiten, kurz vor 1 Uhr, bei 322 Mikrogramm pro Kubikmeter am Königsplatz und bei mehr als 480 in der Karlstraße. Das ist im Vergleich zu Normalverhältnissen (Samstag am Königsplatz: 13 Mikrogramm) ein deutlich erhöhter Wert – der allerdings auch abhängig vom Wetter ist. Das Umweltbundesamt betonte, dass die Feinstaubbelastung in Augsburg damit in etwa jener der Silvesternacht des Vorjahres entsprochen habe.

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Die Diskussion ist geschlossen.

17.11.2019

So unterschiedlich sind die Meinungen: Brachtum Böllerei - das hat mit den Feinstaubwerten in der Innenstadt wirklich nicht's gemein!
Ich hoffe es gibt bald wieder ein "Sontags-Fahr-Verbot" zum Schutz der Umwelt, um die Fehler und den Betrug der vergangenen Jahre im Verkehrsministerim zu korregieren.
Der Einzelne schädigt die Umwelt meistens nicht - die Menge macht den Unterschied ;-)

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17.11.2019

Ein großes Profi-Feuerwerk - wie am Plärrer - für jeden Stadtteil und private Böllerei im Gegenzug komplett verbieten: Steigert die Qualität der Darbietung, schont Tier, Mensch und Umwelt und ist zeitlich koordinierbar. Auch die nicht zu vergessende Brandgefahr würde gegen Null gehen.
Für die Innenstadt kann es gerne zusätzlich - wie in Paris am Eiffelturm - eine Lasershow sein, wobei deren Irritationseffekt für Tiere nicht unterschätzt werden sollte .

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16.11.2019

Böller und Feuerwerk sind Brauchtum. Sollen sich diese Ökos doch erst mal von ihren SUVs trennen bevor sie anderen was verbieten.

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16.11.2019

Ein sehr wertvoller Beitrag eines besorgten Bürgers.

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16.11.2019

OK.
Aber dann macht auch was gegen Strahlenbelastung !!!
Das macht auch viele Menschen krank ???
Handy, Pouter, Funkuhr usw. ???

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16.11.2019

Aluhut niemals abnehmen! Niemals!

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