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Augsburg

23.04.2015

Wie weitere Lkw-Unfälle im Pferseer Tunnel verhindert werden sollen

Immer wieder stecken in Augsburg Lastwagen in der Pferseer Unterführung fest. Eine neue Anlage soll das verhindern.
Bild: Silvio Wyszengrad

Nachdem in der vergangenen Woche wieder ein Lastwagen die Oberleitung beschädigt hat, setzen die Stadtwerke auf eine 40.000 Euro teure Anlage.

Es ist ein teures Ärgernis für viele Seiten: Ein Lastwagen, der in der Pferseer Unterführung steckenbleibt, behindert zunächst den Nahverkehr, weil Straßenbahnen nicht fahren. Ersatzbusse müssen kurzfristig eingesetzt werden. Zudem werden womöglich Oberleitungen beschädigt. Hinzu kommt für den Brummifahrer der Schaden am eigenen Fahrzeug.

Warnschilder werden oft von den Brummifahrern ignoriert. Stadtwerke und Stadt reagieren nun, um künftige Schäden zu verhindern. Eine elektronische Kontrolle soll zu hohe Lastwagen bremsen. Mit diesem Schritt will man das Nadelöhr Pferseer Unterführung entschärfen. Vor neun Monaten wurden bereits mehrere große, auffällige Warnschilder angebracht. Danach ereignete sich nur ein Unfall.

Früher blieben sechs Lastwagen pro Jahr stecken

Vorher waren es durchschnittlich sechs Lkw pro Jahr, die die Höhenangaben missachtet hatten und in der Unterführung stecken geblieben waren. „Wir gingen davon aus, dass diese Schilder auffällig genug für jeden LKW-Fahrer sind“, sagt Stadtwerke-Sprecher Jürgen Fergg.

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Am vergangenen Donnerstag wurden die Stadtwerke wieder eines Schlechteren belehrt. Über zwei Stunden lang blockierte ein festgefahrener Lastwagen die Pferseer Unterführung und hat erheblichen Schaden an der Oberleitung und an der Tunneldecke angerichtet. „Jetzt werden wir den nächsten Schritt gehen und eine elektronische Höhenkontrolle einbauen“, so Fergg. Durchfährt ein zu hoher LKW eine Infrarot-Schranke, schaltet eine Ampel vor der Unterführung auf Rot.

Die Lösung hat ihren Preis, sagt Fergg: „Wir hatten gehofft, mit den auffälligen Schildern die Kosten von rund 40.000 Euro für die Anlage vermeiden zu können, wollen nun aber doch diesen Schritt in Absprache mit dem Tiefbauamt gehen.“

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