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Augsburg

18.05.2018

Wieder mehr Zeit für die Pflege

Ein Teil des Vorstandes der Sozialstation Augsburg-Lechhausen: Vorsitzender Hans-Peter Roßkopf, Geschäftsführerin Ulla Holstein, Pfarrer Markus Bader, Vorstandsmitglied Gerhard Ketzler (v.li.).
Bild: Gerlinde Knoller

Betreuung der Kunden zu Hause bleibt ein Kernbereich.

Der Fachkräftemangel in der Pflege ist auch in der Sozialstation Augsburg-Lechhausen deutlich zu spüren. „Wir finden keine Mitarbeiter mehr“, sagte Geschäftsführerin Ulla Holstein bei der Generalversammlung der Sozialstation im Pfarrsaal von St. Pankratius, Lechhausen. Aber auch Positives hatte Ulla Holstein in ihrem Rechenschaftsbericht den rund 70 Mitgliedern im Saal mitzuteilen.

Insgesamt hat die Sozialstation derzeit 1234 Mitglieder. Durch die Umstellung auf eine neue, übersichtlichere Form der Pflegedokumentation im Zuge der Einführung der Pflegegrade anstatt der bisherigen Pflegestufen, sei wieder mehr Zeit für die Pflege. Neu ist auch die Einrichtung eines zwölfköpfigen Betreuungs- und Hauswirtschaftsteams. Grundlage dieses Angebots ist, dass inzwischen ab dem Pflegegrad 1 Anspruch auf gesetzlich unterstützende Betreuung- bzw. betreute Haushaltsführung in Höhe von 125 Euro monatlich besteht. Kernbereich ist die Betreuung der Kunden zu Hause. Die Mitarbeiterinnen gehen mal mit ihnen spazieren, kochen mit ihnen, kaufen gemeinsam ein oder fahren mit zum Arzt. Sie erhalten auch Unterstützung bei kleineren alltäglichen Verrichtungen im Haushalt.

Als Kette oder Armband

Gut nachgefragt sei auch der Hausnotruf, berichtete Ulla Holstein. Derzeit habe die Sozialstation Lechhausen 162 solcher Geräte im Einsatz. Entweder als Kette am Hals oder als Armband getragen, können Patienten im Notfall – etwa nach einem Sturz – per Anruf eine Pflegefachkraft zu Hilfe holen. „Der Hausnotruf gibt eine ganz große Sicherheit, sowohl für die Patienten, als auch für die Angehörigen“, so Ulla Holstein.

Als ein weiteres Standbein der Sozialstation wurde den Mitgliedern die Mobile Reha vorgestellt. Derzeit erfolgen täglich zwischen 15 und 20 Besuche der Ergotherapeuten oder Krankengymnasten bei Patienten zu Hause, etwa nach Knochenbrüchen oder Gelenkoperationen, um ihnen durch gezieltes Training dabei zu helfen, sich wieder sicher im gewohnten Umfeld zu bewegen.

Gut nachgefragt werde auch der Mobile Menüdienst der Sozialstation. Zwischen 70 und 90 Essen, die im Friedberger Krankenhaus gekocht werden, werden täglich ausgebracht. Bei der Generalversammlung stellte sich auch Elke Stark, die neue Leiterin des Mehrgenerationentreffs in der Blücherstraße, vor. Die Sozialstation ist Trägerin dieses MGT.

Im gesamten 1. Stock

Zum aktuellen Stand des Umzugs der Sozialstation Lechhausen in den künftigen neu gebauten Grünen Kranz informierte Hans-Peter Roßkopf, Vorsitzender der Sozialstation Augsburg-Lechhausen e. V. Kurz vor dem Abschluss stehe ein Nutzungsvertrag mit dem Bauherrn, der Pfarrei St. Pankratius. Vorgesehen ist, dass die Sozialstation den gesamten ersten Stock des Neubaus einnehmen wird. Bis Ende 2019 bzw. Frühjahr 2020 sei die Fertigstellung des Projekts vorgesehen. „Einen besseren Standort, so zentral am Schlössle, auch mit Blick auf die Kirche St. Pankratius, hätten wir nicht finden können“, so Hans-Peter Roßkopf.

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